Sehenswertes in der Zentralafrikanischen Republik



Die Hauptstadt Bangui wurde 1880 von Franzosen am Fluss Ubangi im Regenwald gegründet. Das Stadtbild wird von breiten Alleen und dem zentralen Markt (nur morgens geöffnet) geprägt. Das afrikanische Viertel Kilometre Cinq ist das Herz der Stadt. Hier befinden sich ein weiterer großer Markt, der gare routiere (Minibus-Station) sowie zahlreiche Bars. Das Boganda-Museum mit Ausstellungsstücken der BaAka-(Pygmäen-)Kultur ist einen Besuch wert, Kunsthandwerk dagegen können Sie im Centre Artisanal erwerben. Wenn etwas Zeit übrig ist, bietet sich ein Besuch der Kathedrale von Bangui sowie im Haussa-Viertel an.

Im Regenwald etwa 100 km südwestlich von Bangui (Region Lobaye) leben BaAka-Pygmäen. Auf dem Weg dorthin fährt man durch weite Kaffee- und Tabakplantagen.

70 km nordwestlich von Bangui donnern die 250 m breiten Wasserfälle Chutes de Boali 50 m in die Tiefe - ein grandioser Anblick.

Der für viele Reisende wohl einzige Grund, in die Zentralafrikanische Republik zu kommen ist der 1986 gegründete Dzanga-Sangha Nationalpark. Er befindet sich im äußersten Südwesten des Landes an der Grenze zu Kamerun. 
In Bayanga gibt es Unterkünfte, Reisegruppen übernachten meist in der Doli-Lodge. Von hier benötigt man Geländewagen, um zu den Stellen zu kommen, wo man mit Pygmäen-Guides Flachland-Gorillas und Waldelefanten beobachten kann. Ausserdem gibt es hier Waldbüffel und die seltene Antilopeart Bongo.
Auf der Suche nach den Flachlandgorillas folgt man Elefantenpfaden und schmalen Wegen, was sehr anstrengend sein kann, denn die Gorillas suchen Bäume mit Früchten z.T. über lange Strecken. Es kann mehrere Stunden dauern, Flachlandgorillas zu entdecken. 2004 haben 90% aller Besucher Gorillas gesehen. Das Mindestalter für Gorilla-Trekking ist 16 Jahre, Besucher mit Schnupfen, Durchfall dürfen nicht teilnehmen (Gefahr der Übertragung auf die Gorillas).

Zwar gibt es mehrere Nationalparks im Norden des Landes, die Sicherheitslage erlaubt es aber nicht, diese zu besuchen. Ausserdem wurde ein großer Teil der dortigen Tierwelt durch Wilderer vernichtet.

Remo Nemitz