Reise nach Burundi
Burundi
Burundi ist zwar einer der kleinsten Staaten in Afrika, gehört mit seinen abwechslungsreichen Vegetationszonen zu den landschaftlich attraktivsten Regionen des Kontinents. Das Land liegt zwischen dem Viktoriasee und der nördlichen Spitze des Tanganjikasee und wird von einem Hochplateau durchzogen, das auf über 2.700 Meter ansteigt. Dieses Randgebirge, das zum Zentralafrikanischen Grabenbruch gehört, fällt zum Innern der Grabensenke steil ab. Die Senke ist vom Tanganjikasee gefüllt. Neben diesen natürlichen Attraktionen zieht vor allem die ehemalige Königsresidenz Gitega Besucher an.
In Burundi leben im Vergleich zu fast allen anderen Staaten auf dem afrikanischen Festland auf einem Quadratkilometer die meisten Menschen. Burundi ist nach Ruanda der dichtbevölkertste Staat in Afrika (abgesehen von den Inselstaaten Mauritius und Komoren). Burundi ist von zum Teil instabilen Staaten umgeben. So grenzt das Gebiet an Ruanda, Tansania und Demokratische Republik Kongo. Damit steht Burundi auch im Zentrum von sozialen Problemen und Armut.
Besonders dramatisch ist die Situation im Gerichtswesen und der Rechtsprechung in Burundi. So stehen hier willkürliche Verhaftungen, schwerste Misshandlungen und Folter auf dem Tagesplan. Inmitten dieses Chaos leben zahlreiche Kinder auf der Straße. Damit sich Familien überhaupt irgendwie ernähren können, müssen rund 25 Prozent der Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren Kinderarbeit leisten. Diese Tätigkeiten sind natürlich alles andere als kindgerecht. Nicht selten verrichten diese Kinder Arbeiten, die auch von Erwachsenen ausgeführt werden. Körperliche Missbildungen und seelische Narben sind die Folgen. Die UNICEF arbeitet seit Jahren intensiv gegen diese Missstände.
So ist es heute sehr wichtig, dass auf einer Reise durch das landschaftlich so wunderschöne Land Burundi diese Probleme nicht vergessen werden.
