Reunion - Gesundheit und Krankheiten



Aktueller Hinweis: Nach einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber sind die Neuerkrankungen stark gesunken. Das Risiko einer Erkrankung besteht jedoch weiter. Chikungunya ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen werden kann. Die Krankheit macht sich durch Fieber, Ausschläge und massive Muskel- und Gelenkschmerzen bemerkbar. Die Inkubationszeit beträgt normalerweise 2 bis 4 Tage, Todesfälle sind selten. Meistens lassen die Beschwerden nach einigen Tagen nach. Nur in besonders schweren Fällen halten die Gelenkbeschwerden über Monate oder sogar Jahre an. Ein ausreichender Mückenschutz (tagsüber und nachts) sollte beachtet werden. Einen Impfschutz gibt es nicht.

Impfschutz: es wird ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B empfohlen. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und/oder Typhus sinnvoll sein. Diese und andere Fragen sollten in einem persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung entschieden werden.

HIV / AIDS ist weltweit präsent. Die Infektion kann auch in diesem Lande ein Problem und eine Gefahr für alle sein, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Kein Malaria-Risiko.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts aufgewärmtes) und Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können Reisedurchfall und andere Infektionserkrankungen (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen) vermieden werden. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sollten stets durchgeführt werden.

Gesundheitsvorsorge: Réunion verfügt über eine sehr gute ärztliche Versorgung und einen effizienten Notfalldienst. Es gibt zahlreiche Krankenhäuser, und jede Stadt hat eine ambulante Krankenstation. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die Behandlung erfolgt gegen Vorlage der EHIC. Diese regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Seit dem 1. 1. 2006 ersetzt die EHIC das bisherige Formular E 111. Achtung: In der neuen Karte ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Man sollte sich bei der Krankenkasse nach den Leistungen erkundigen und ob eine zusätzliche Reisekrankenversicherung empfohlen wird.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Bitte beachten Sie neben meinem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

 

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Remo Nemitz