Weißschwanzgnu



Das Weißschwanzgnu ist eine afrikanische Antilope aus der Gattung der Gnus. Es kommt ausschließlich im südlichen Afrika vor. Mit einer Schulterhöhe von 1,20 m und einem Gewicht von 140 - 180 kg ist es etwas kleiner als das Streifengnu.

Diese Antilope trägt einen weißen Schweif und hat eine einförmig dunkelbraune bis schwarze Fellfärbung. Das Gesicht ist mit borstenartigen abstehenden Büscheln bedeckt, auch am Hals und zwischen den Vorderläufen wachsen lange Haare. Vom Nacken bis zu den Schultern steht eine weiße Mähne mit schwarzen Spitzen. Beide Geschlechter tragen hakig nach oben und nach vorn gebogene Hörner, die sich beim Männchen an der Hornbasis zu einer Art "Helm" verdicken.

Sie sind Grasfresser, die gelegentlich auch Laub fressen. Der Lebensraum ist die offene Savanne.

Die Kühe ziehen mit den Kälbern herdenweise (bis zu 50 Tiere) durch die Reviere der territorialen Bullen. In der Paarungszeit versuchen die Männchen, die Weibchen in ihrem Revier zu halten. Die geselligen Tiere sind tagaktiv, äsen frühmorgens und spätnachmittags und ruhen in der heißen Mittagszeit. Die meisten Kälber werden im Sommer geboren. Früher konnten riesige Herden beobachtet werden, wobei sich das inzwischen ausgerottete Quagga zu den Gnus gesellte.

Die Weißschwanzgnus sind weitaus seltener als die Streifengnus. Sie kommen nur noch im südlichen Afrika vor. Nachdem sie im 19. Jahrhundert fast ausgerottet wurden, haben sich die Bestände heute wieder so weit erholt, dass sie etwa 10.000 Tiere zählen.

Systematik
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Kuhantilopen (Alcelaphinae)
Gattung: Gnus (Connochaetes)
Art:
Weißschwanzgnu
 
Wissenschaftlicher Name: Connochaetes gnou
 
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Remo Nemitz