Aberdare Nationalpark (Kenia)



Aberdare National Park in Kenia

Mit dem Aberdare Nationalpark liegt eine wahre Naturschönheit in Kenia. Er wurde im Mai 1950 gegründet, seine geografischen Koordinaten sind: 0°22′48″S 36°41′57″E.

Der Park bedeckt den größten Teil des Bergmassivs der Aberdare, dessen offizieller Name heute Nyandarua ist, und soviel bedeutet wie „trockene Haut“. Allerdings ist der Name nicht wirklich berechtigt, denn trocken ist die Gegend eigentlich nicht. Vor allem in der Dichtheit der Wälder in den Berghängen zeigt der Bambusbewuchs an den Bergen, dass es nicht trocken ist und in grösseren Höhen ist es noch feuchter. Hochmoore, Wasserfälle und auch Bäche liegen in etwa 300 Metern Höhe. Noch weiter oben, in etwa 3.500 Metern, gibt es eine afrosubalpine Pflanzenwelt. Der vulkanische Ursprung der Landschaften ist gut zu erkennen und es werden sicherlich einige Überraschungen auf den Besucher warten. Die unterschiedlichen Landschaften im Aberdare National Park rühren vor allem durch die Höhenunterschiede, die sich von etwa 2.100 Metern bis 4.300 Metern über dem Meeresspiegel bewegen. Hier finden sie Moorlandschaften, Bambus oder auch Regenwälder.

Tiere, die hier leben sind neben den großen Fünf (Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn) auch Paviane und weiter Affenarten, diese Tierarten können gut beobachtet werden. Schwieriger wird es bei der Goldkatze und dem Bongo, einer Antilopenart, die ihren Lebensraum im Bambuswald gefunden hat. Diese äußerst seltene Bongo-Antilope erkannt man an ihrem rotbraun-weiß-gestreiften Fell. Im höher gelegenen Moorland leben Elenantilopen und Serval, eine mittelgroße Katzenart, die hauptsächlich in Afrika vorzufinden ist. Auch das schwarze Nashorn, der schwarze Leopard und die schwarze Serval-Katze sowie eine Vielzahl der unterschiedlichsten Vogelarten können Besucher des Aberdare National Parks bewundern. Manchmal kann es aufgrund der dichten Waldvegetation schwierig sein, Tiere zu Gesicht zu bekommen. Es wurden allerdings Lodges in die Landschaft integriert, die ein Beobachten von Tieren gut möglich macht. So beispielsweise „Treetops“ und „The Ark“. Diese liegen direkt neben Tränken und daher kommen viele Tiere hierher.

Der Park ist sehr ursprünglich erhalten und wirkt aufgrund seiner Lage im Hochland der Central Province, sicherlich ein wenig geheimnisvoll. Seine Fläche beträgt mehr als 760 km², die sich lohnen, mit einem kundigen Führer entdeckt zu werden. Dabei darf aber eine wirklich gute Trekkingausrüstung nicht vergessen werden. Touren durch den Park sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich, auch die Öffnungszeiten des Aberdare National Parks variieren und müssen vorher erfragt werden.

Der Park hat zwei Berge mit einer Höhe von mehr als 3.900 Metern zu bieten. Es handelt sich dabei und den „Kinangop“ und den „Ol Donyo Lesatima“.

Viele Informationen zum Park, beispielsweise über Wandermöglichkeiten oder Karten sind beim „Mountain Club of Kenya“ zu bekommen. Die Entfernung zu Nairobi beträgt etwa 100 km.

In den Ausläufern der Aberdares findet man die äußerst beeindruckenden Thomson’s Falls. Diese Wasserfälle liegen zwar außerhalb des Parkes, aber man sollte sie unbedingt sehen. Man erreicht sich über die B5 von Nyeri aus. Die höchstgelegenen Stadt Kenias, Nyahururu (mit 2.360 Metern Höhe), weist einen Weg, der zu den Thomson’s Wasserfällen führt. Sie stürzen über eine Höhe von etwa 75 Metern hinab. Über einen wirklich steilen Fußweg ist es möglich, den Fluss mit dem Wasserfall zu erreichen. Dabei passiert man einen faszinierenden Hochlandwald.
Remo Nemitz