Nairobi Nationalpark (Kenia)



Nairobi National Park

Der Nairobi National Park liegt etwa 25 Minuten vom Zentrum Nairobis entfernt, genauer vom Zentrum her kommend Richtung Südwesten zwischen der Langata und der Mombasa Road. Er gilt als erster National Park in Kenia, gehört noch zum Stadtzentrum von Nairobi und wurde im Jahr 1946 eröffnet. Der Nationalpark hat eine Größe von etwa 118 km², die geografischen Koordinaten lauten: 1°22‘S, 36°52‘O, die Höhe liegt zwischen 1.530 Metern und 1.760 Metern über dem Meeresspiegel. Der Park ist in drei Richtungen eingezäunt, die vierte Grenze ist durch den Fluss Athi begrenzt. Die Verwaltung des Parks untersteht dem Kenya Wildlife Service. Verglichen mit anderen Nationalparks in Kenia ist der Park ziemlich klein, trotzdem leben hier ungewöhnlich viele Tiere.

Aus der Auflistung der „Big Five“ fehlen im Nairobi National Park nur die Elefanten. Aufgrund der Größe des Parkes, ist leider nicht genug Platz für die Dickhäuter. Auch Gazellen, Zebras, Antilopen (darunter auch die Elanantilope - Afrikas größte Antilopenart), Buschschweine und Giraffen haben eine Heimat im Nairobi National Park gefunden, zudem gilt der Park als bekanntes und erfolgreiches Schutzgebiet für Kenias Nashörner. Weitere Tiere, die hier leben, sind mehrere Hundert verschiedene Vogelarten und weitere etwa 80 verschiedene Arten von Säugetieren. Die Tiere kann man am besten am späten Nachmittag oder sehr früh morgens beobachten. In der Trockenzeit findet man vor allem Zebras und Antilopen nicht im Park vor, sie befinden sich dann an den außerhalb liegenden Wasserstellen.

Das Klima im Park ist trocken, das begünstigt die Savannen-Landschaft, aus der der Nairobi National Park hauptsächlich besteht. Außerdem wachsen Akazien und Olivenbäume im Park.

Eine Erinnerungsstätte in der Nähe des Haupteinganges ist sehenswert. Dabei handelt es sich um ein Monument, das an die Elfenbein-Verbrennung erinnert, die 1989 durch den damaligen Präsidenten Moi veranlasst wurde. Damals wurden 12 Tonnen Elfenbein mit einem Wert von etwa 760.000 US Dollar verbrannt, um eine Zeichen gegen die Wilderei zu setzen.

Interessant ist auch der Impala Point. Hier handelt es sich um einen überdachten Picknickplatz, von wo aus man einen tollen Block bis zu den Kamba-Bergen und zum Hippo Pool hat und die gesamte Savanne sehen kann. Am Hippo Pool ist es möglich, das Auto stehen zu lassen und sich dann zu Fuß weiter zu bewegen. Auf diesem Spaziergang kann man sicherlich ein paar Flusspferde oder Krokodile erspähen. Der Weg führt durch einen Schirmakazienwald direkt am Flussufer entlang. Es gibt einige weitere Picknickplätze und auch einige Aussichtspunkte im Nairobi National Park. Nur an diesen ausgewiesenen Plätzen darf aus Sicherheitsgründen auch das Auto verlassen werden.

Vom Park aus hat man einen tollen Blick auf die Silhouette von Nairobi. Die Wege im Park sind gut instand gehalten und gut beschildert. Auch mit einem Taxi kann man sich hier auf den Weg machen, um Tiere zu beobachten. Selbstverständlich ist auch eine Tour durch den Park mit dem Mietwagen möglich. Am besten schließt man sich aber einer geführten Tour an. Verlassen kann man den Park über Ausgänge, die sich in allen Himmelsrichtungen befinden.

Für Leute, die nicht soviel Zeit haben, den Park zu erkunden, bietet sich der Nairobi Safari Walk an. Er liegt in der Nähe des Haupteingangs. Von hier hat man die Möglichkeit, die Tiere auf Wegen über Holzbrücken von oben zu betrachten.

Gleich hinter dem Park wurde ein Waisenhaus für Elefanten eingerichtet, das besichtigt werden kann. Hier werden liebevoll kleine Elefanten aufgezogen.
Remo Nemitz