Tsavo West Nationalpark in Kenia



Tsavo West Nationalpark

Dieser Nationalpark liegt an der Grenze zu Tansania, im Südosten von Kenia. Man hat den Tsavo Nationalpark aus verwaltungstechnischen Gründen in einen die Parks Tsavo East und Tsavo West geteilt. Die natürliche Grenze zwischen den beiden Parkteilen bildet die Eisenbahnlinie beziehungsweise Hauptstraße, die Nairobi mit Mombasa verbindet. Die Grenze zwischen Kenia und Tansania wird vom Lake Jipe gebildet. Dabei handelt es sich um einen salzhaltigen See, der durch Wasser vom Kilimanjaro gespeist wird und im Südwesten des Parks liegt. Hier haben sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Wasservögeln angesiedelt. Mehre hundert verschiedene Arten sollen es sein.

Der Park wurde 1948 ins Leben gerufen, hat eine Größe von etwa 9.060 km² und gehört zur landschaftlich interessanteren und abwechslungsreicheren Seite des gesamten Tsavo Nationalparks. Er kann deshalb auch höhere Besucherzahlen aufweisen als der östliche Teil. Hier findet man mit Wäldern bedeckte Berge, offenes Buschland sowie Krater oder auch Lavaströme.

Eine besondere Attraktion sind die Mzima Springs, zwei Quellteiche, glasklar, die in einem dichten Waldgebiet der ansonsten trockenen Umgebung liegen. Natürlich ist auch die Vegetation, die direkt an den Quellteichen liegt, viel üppiger als im restlichen Teil des Parks. Ein Teil dieses Wassers wird als Trinkwasser aufbereitet. Etwa 282.000 Liter Wasser sprudeln hier in nur einer Minute aus den Quellteichen. Das Wasser kommt aus unterirdischen Flussläufen, die durch das Schmelzwasser vom Kilimanjaro entstehen oder aus der etwa 50 Kilometer entfernten Chyulu Range kommen. Bei der Chyulu Range handelt es sich um eine Bergkette, die im Nordwesten des Parks liegt und seit dem Jahr 1983 zum Tsavo Nationalpark gehört. Man kann die mit üppigen Wald überzogenen Berge mit einem Geländewagen erkunden. Im Laufe der letzten 500 Jahre kam es hier immer wieder zu Vulkanausbrüchen.

Bei Mzima Springs ist es erlaubt, das Fahrzeug zu verlassen und sich auf einen Sparziergang zu begeben. Hier ist es möglich einige der im Park lebenden Tiere zu sehen, u.a. Flusspferde, Krokodile, Zebras, Antilopen oder etwa Elefanten, die vor allem hierherkommen, um zu trinken. Auch die Möglichkeit mittels einer Unterwasserkammer unter die Wasseroberfläche zu schauen, kann reizvoll sein. Dabei lassen sich Flusspferde wunderbar beobachten. Auch einen Naturlehrpfad hat man hier geschaffen.

Nahe Mzima Springs, genauer am Chaimu Crater, gibt es einen Weg, hier darf man das Fahrzeug verlassen und sich auf eine Tour über das Lavagestein begeben. Allerdings ist das sehr anstrengend.

Im Tsavo East Nationalpark hat man für Spitzmaulnashörner ein kleines Eldorado geschaffen, um Schutz und das Überleben der Tiere zu sichern. Dabei handelt es sich um ein eingezäuntes Gebiet, das in der Nähe der Ngulia Lodge liegt und Ngulia Rhino Sanctury heißt. Die Möglichkeit hier ein Nashorn auch wirklich zu sehen, ist dabei sehr groß. Ausserdem leben hier Leoparde.

Zu den interessanten Dingen, die es in diesem Park zu sehen gibt, zählen sicherlich auch die Roaring Rocks. Neben einer phantastischen Aussicht, die man von oben hat, ist auch der fast ständig herrschende pfeifende Wind eine Attraktion, die den Felsen zu ihrem Namen verholfen haben.

An einem schönen klaren Tag hat man die Möglichkeit, am westlich von Mzima Springs gelegenen Poacher‘s Lookout bis zum Kilimanjaro im Süden blicken zu können.

Die beste Reisezeit für den Park ist die Zeit von Januar bis März sowie im September und Oktober. Die Regenzeit liegt in den Monaten April, Mai und November.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Form von derzeit vier Zeltplätzen sowie einigen Lodges.

Eine Einfahrt in den Park ist durch das Tsavo Gate, das an der Strasse Mombasa-Nairobi liegt oder durch das Chyulu Gate, das an der Nordwestgrenze des Parks liegt, möglich. Eine zentrale Informationsstelle ist die Kilaguni Lodge, von hier aus gibt es auch Möglichkeiten, schnelle Erkundungstouren durch den Park zu unternehmen.
Tsavo West Nationalpark Kenia
Bild: Lencer, Lizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported.
Remo Nemitz