Meru-Nationalpark (Kenia)



Meru-Nationalpark in Kenia

Die Lage des Meru-Nationalpark ist im Südosten von Kenia, genauer in der Eastern Province Kenias. Der Meru-Nationalpark ist auf etwa 300 – 940 Metern Meereshöhe gelegen. Eingerichtet wurde der Park im Jahr 1966 und er wird vom „Kenya Wildlife Service“ verwaltet. Etwa 100 km nordöstlich vom Meru-Nationalpark befindet sich das Mount-Kenya-Massiv, im Süden grenzt der Park an den Tana-Fluß. An diesem Fluss liegen auch noch andere Schutzgebiete wie das Mwingi, Kora, Rahole oder Bisanadi. Die Stadt Maua ist östlich vom Park gelegen und etwa 35 Kilometer entfernt.

Die Größe des Meru-Nationalpark beträgt etwa 870 km², zusammen mit dem im Osten anschließenden Bisanadi-Reservat, mit dem er eine ökologische Einheit bildet, kommt er aber auf insgesamt 1.800 km². Wunderschön anzusehen sind die vulkanischen Kegel der Nyambene-Berge, die in etwa 20 km nordwestlich vom Meru-Nationalpark liegen.

Das Klima im Park ist bedingt durch die geringe Meereshöhe und der Lage direkt am Äquator fast immer heiß. Die Regenmenge eines Jahres beträgt durchschnittlich etwa 600 bis 800 mm. Unabhängig vom Regen wird der Park das ganze Jahr über mit Wasser aus kleinen Flüsschen versorgt, die in den Nyambene-Bergen entspringen.

Landschaftlich gesehen ist der Park äußerst sehenswert und besticht durch seine Vielfältigkeit. An den Flussufern findet man Doum-Palmen, eine Palmenart, die pflanzliches Elfenbein liefert, das zu vielerlei Schnitzereien verarbeitet werden kann.

Der Meru-Nationalpark in Kenia wurde durch somalische Wilderer in den achtziger Jahren schwerstens verwüstet. Die Dokumentation der BBC „Das Genesis-Projekt" machten den Meru-Nationalpark danach bekannt. Hier wurde darüber berichtet, wie der Wiederaufbau des Areals erfolgte. Heute ist der Nationalpark einer der Wildreservate, die die meisten Arten in Kenia aufweisen können.

In dem Schutzgebiet befinden sich auch Inselberge, so beispielsweise der Leopard Rock oder der Mughwango. Tiere, die hier leben sind die verschiedensten Antilopenarten (Kudu oder Dik Diks und viele weitere), Elefanten, Löwen, Nashörner, Zebras, Leoparden oder Oryx. Eine Vielzahl von Vogelarten leben im Meru-Nationalpark und auch Flusspferde oder etwa Krokodile bevölkern die Gewässer.

In diesem Park ist nicht unbedingt ein Geländewagen erforderlich, fast überall kommt man mit einem PKW gut durch. Bei nur einem Tag im Park, sollte man sich den nordwestlichen Teil ansehen. Dabei ist das Gebiet um die Nyambene-Berge gut geeignet ,um Tiere zu beobachten. Am Nachmittag ist eine Tour durch das Bisanandi-Gebiet empfehlenswert. Es liegt ostwärts vom Murera-Fluss, man kann es durch eine Durchgang am Leopardrock-Inselberg erreichen. Auch Elefanten kommen manchmal aus den weiter nördlich entfernten Gebieten hierher.

Wer noch etwas Zeit hat, kann an diesen Ausflug eine Fahrt zum Golo Circuit am Westufer des Murera-Flusses unternehmen. Dieses Gebiet zieht oft Elenantilopen an, deren Herden man dann von hier gut beobachten kann.

Für Tagesausflüge eignet sich der Südosten des Meru-Nationalparks. Hier sind die Adamson-Fälle ein beliebtes Ausflugsziel. Und wer noch mehr Zeit mitbringt, der sollte eine Fahrt am Rojewero-Fluss entlang unternehmen. Wasserböcke, Flusspferde und auch Krokodile können dort beobachtet werden.

Der Park ist ganzjährig eine Reise wert. Übernachten kann man in der Meru Mulika Lodge. Vor der Lodge kann man eine Vielzahl von Tieren beobachten, wie Paviane, Warzenschweine oder Elefanten beispielsweise. Für Selbstversorger bietet sich eine Möglichkeit, am Inselberg Leopardrock unterzukommen und auch diverse Camping- oder Zeltplätze lassen sich finden.
Remo Nemitz