Mount-Elgon-Nationalpark (Kenia und Uganda)



Mount-Elgon-Nationalpark

Der Park hat in etwa eine Gesamtfläche von 1.279 km², die sich auf Kenia (etwa 169 km²) und Uganda (etwa 1.110 km²) erstrecken. Errichtet wurde der Mount-Elgon-Nationalpark 1968 in Kenia und 1992 in Uganda. Die Lage ist in der Nähe der Stadt Mbale, die an der Grenze zwischen Kenia und Uganda liegt und etwa 140 km nordöstlich vom Victoriasee gelegen ist.

Die Höhe liegt zwischen 2.335 bis circa 4.320 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Dieser Nationalpark ist relativ schwer erreichbar und sein Gipfel liegt an der Grenze zu Uganda. Das Massiv des Nationalparks wird von Kenias Grenze zu Uganda durchschnitten. Er beginnt etwa in einer Höhe von 2.336 m und reicht bis zur Spitze des Schichtvulkanes mit einer Höhe von 4.320 m. Das Gestein besteht hauptsächlich aus Phonolith. Ab und an kann auf dem Gipfel des Vulkans Schnee liegen. Es handelt sich hier um Kenias zweithöchsten Berg, dessen Massiv an der Basis einen Durchmesser von fast 100 Kilometern hat. Oft regnet es nachmittags, denn vormittags herrscht starker Hang-Aufwind, dabei kommt aus der Ebene warme Luft, die in den höheren Lagen abkühlt und dann zu starken Wolkenbildungen führt. Das ganze Jahr über liegt die Regenmenge bei über 1.200 mm. Neben dem Bergregenwald findet man im Mount-Elgon-Nationalpark auch eine Heide- und Bambuszone mit Sümpfen und hochgelegenen Mooren.

In den unteren Regionen des Parks stehen Wälder mit Steineiben und Zedern, hier wachsen auch bevorzugt Flechten. Etwas höher dann ist die klassische afroapline Pflanzenwelt zu finden, wie sie für die hohen Berge der Tropen typisch ist. Dazu gehören beispielsweise auch Baumheide, Riesenkreuzkräuter oder Riesenlobelien.

Was die Tierwelt betrifft, sind hier die für die Bergwelt charakteristischen Büffel beheimatet und auch Buschböcke, die eine besonders dunkle Färbung aufweisen. Aufgrund des dichten Bewuchses sind Diademmeerkatzen, Guerezas und Riesenwaldschweine vorhanden, allerdings. In Höhlen leben hier eine Vielzahl von Flughunden, dabei vor allem der Nilflughund und auch Fledermäuse sind in den unterschiedlichsten Arten vorhanden. Elefanten leben im Mount-Elgon-Nationalpark ebenfalls, sie sind allerdings sehr scheu. Bekannt ist auch, dass die Elefanten teilweise von weit her kommen und dann die salzige Erde in den Lavahöhlen verzehren. Auch einige Vogelarten finden sich hier, davon erwähnenswert sind die Kongopapageien, manche Nektarvögel, der Bambusfrankolin und der Kronentoko.

Auch in diesem Nationalpark ist es unumgänglich, mit einem Fahrzeug mit Vierrad-Antrieb unterwegs zu sein, besonders dann, wenn man auch in die höheren Lagen des Nationalparks gelangen möchte. Es ist ratsam, sich um eine Führung mit einem Ortskundigen zu bemühen.

Als Startpunkt für eine Tour kann man gut das Chorlim-Tor wählen. An Sehenswürdigkeiten gibt es eine Vielzahl von Höhlen. Erwähnenswert sind die Kitum-South-Höhle und die Makingeny-Höhle. Auch die Wasserfälle, die vor den meisten Eingängen dieser Höhlen rauschen, sind sehenswert.

Im gesamten Park gibt es kein einheitliches Klima, dies ist besonders durch die Höhenunterschiede bedingt. In der Ebene herrscht oft große Hitze, auf den Gipfeln der Berge ist die Hitze allerdings oft sehr groß. Die Regenzeit, die von April bis August herrscht, sollte man für eine Reise in den Mount-Elgon-Nationalpark meiden.

Was die Unterkunft betrifft, kann man etwa 30 km von Kitale entfernt in einer sehr einfachen Lodge, der Mount Elgon Lodge, übernachten. Einen Campingplatz, der auch über Toiletten, Wasser und Duschen verfügt, gibt es in der Nähe von Kitale auf der Grewes Farm. Es ist eventuell auch möglich, dort eine feste Hütte mieten zu können. Für Getränke, Wasser eingeschlossen, Benzin und Verpflegung muss man selber sorgen.
Remo Nemitz