Lake Nakuru Nationalpark



Der Nakuru-See ist bekannt unter Ornithologen die hier zahlreiche Einrichtungen zur Beobachtung von Vögeln vorfinden. Unterkünfte und Campingplätze liegen vor allem im südlichen Teil des Parks.

Lage: Der Lake Nakuru Nationalpark mit einer Fläche von 188 qkm liegt in der Nähe der Stadt Nakuru im südwestlichen Kenia.

Übersicht: Das Areal des Nationalparks, das bereits seit 1960 als Naturschutzgebiet und seit 1967 als Nationalpark besteht, hatte lange Zeit ernsthafte Probleme mit dem ökologischen Gleichgewicht, die sowohl auf Verschmutzung durch das naheliegende bewohnte Zentrum als auch auf eine in der Region herrschende Dürreperiode zurückgingen. Die von der kenianischen Regierung ergriffenen Maßnahmen, die auch dank der Hilfe durch den WWF möglich waren. Vor allem die wieder einsetztenden Regenfälle führten gegen Ende der 70er Jahre wieder zu einer bemerkenswerten Verbesserung.

Die Fläche des Parks ist zum größten Teil von den flachen Wassern des Nakuru-Sees bedeckt, an dessen Westseite sich die steile Wand des Rift Valley erhebt, während sich im Osten ein Hügelland aus Salzgestein ausdehnt. Früher hatte der Nakuru-See weit größere Dimensionen, sein Becken umfasste auch den gesamten Südteil des Parks, wo sich heute eine Ebene ausdehnt.

Die Vegetation ist je nach Beschaffenheit des Terrains sehr unterschiedlich und besteht vorwiegend aus Sumpfpflanzen wie Sumpfbinsen und Binsengras und aus einigen Algenarten im See. An den Hügeln sind Wolfsmilchgewächse verbreitet, während im flachen Areal im Süden Akazienwälder vorherrschen.

Öffnungszeiten: täglich 6.30 bis Einbruch der Dunkelheit.

Anreise: Mit dem Auto kann man den Park vom 156 km südöstlich gelegenen Nairobi duch drei offizielle Tore erreichen: dem Main-Gate, dem Lanet-Gate im Norden und dem Nderit-Gate im Osten (das aber wegen der sehr schlechten Piste nicht zu empfehlen ist). Mit einem Charterflug dauert es 25 Minuten, bis Sie die private Flugpiste an der "Lake Nakuru Lodge" erreichen.

Klima: Beste Besuchszeit: Der Lake Nakuru Nationalpark ist das ganze Jahr geöffnet. Bei hohem Wasserstand des Sees lassen sich aber manchmal einige ufernahe Wege nicht mehr befahren. Die Hauptpiste, die den gesamten See umrundet, ist davon aber nie betroffen. Am Ende der Trockenzeit, im März, ist der See zum Teil so stark geschrumpft, dass sich die Flamingos und andere Wasservögel weit vom Ufer und aller Pisten entfernt aufhalten und schwer zu sehen sind.
Die idealen Besuchszeiten liegen zwischen Juli und September und von Dezember bis Februar, wenn das Wetter nicht durch die Regenzeiten beeinträchtigt wird und die Temperaturen um 16 °C und 17 °C liegen. Der Jahresniederschlag beträgt 930 mm.
 
Campingmöglichkeiten: Im Nakuru Nationalpark gibt es 4 Public und 2 Special Campsites. Special Campsites sind nicht durch einen größeren Komfort gekennzeichnet sondern nur dadurch, dass man diese Camps im Voraus exclusiv buchen kann und niemand anderes dort übernachten darf. Dafür sind sie teurer und kosten eine zusätzliche Buchungsgebühr von KsH 7.500 pro Woche. Reservieren kann man über das KWS Headquarter in Nairobi.
Remo Nemitz