Geographie Afrika
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Afrika ist mit einer Fläche von 30,3 Mio. qkm (22 % der gesamten Landfläche der Erde) nach Asien und Amerika der drittgrößte Kontinent und damit ungefähr dreimal so groß wie Europa. Die etwa 924 Mio. Einwohner (Stand Mitte 2006) machen 14 % der gegenwärtigen Weltbevölkerung aus. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung (zwischen Cape Blanc in Tunesien und Cape Agulhas in Südafrika) beträgt rund 8.000 km, die größte West-Ost-Ausdehnung (zwischen Kap Verde und Ras Hafun in Somalia) etwa 7.440 km.
Sehen Sie hier topographische Karten fast aller Länder Afrikas.
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Interessanter Einblick in die Strukturen Afrikas
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Ein einzigartiges und geographisch bedeutendes Kennzeichen Afrikas ist die fast symetrische Lage zum Äquator, zwischen 37 Grad 51´ nördliche Breite (Kap Blanc) in Tunesien und 34 Grad 51´ südliche Breite (Kap Agulhas) in Südafrika, mit einer Nord-Süd-Erstreckung von etwa 8.000 km und einer maximalen Ost-West-Erstreckung von etwa 7.000 km. Afrika wird als einziger Kontinent von beiden Wendekreisen durchschnitten. Sehen Sie hierzu auch das Satellitenbild von Afrika.
Afrika ist im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und im Nordosten vom Roten Meer umgeben. Die nur gering gegliederte Küste ist 30.490 km lang. Die Wüste Sahara teilt den Kontinent in das arabisch dominierte Nordafrika und das subsaharische Afrika (Schwarzafrika). Die einzige Landverbindung zu anderen Festlandmassen, bzw. zu Asien, bildet der Sinai, der zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel liegt. Europa liegt Afrika an der Straße von Gibraltar (hier ist Afrika nur 14 km von Europa entfernt) und der Straße von Sizilien am nächsten.
Inseln und Halbinseln machen nur 5 % der Fläche Afrikas aus.
Typisch für die Oberfläche Afrikas sind ausgedehnte Ebenen und Bergplateaus, die durch Schwellen getrennt werden. Diese Schwellen erreichen im Norden und Westen eine Höhe von 22 - 500 m, im Süden und Osten 1.500 - 2.000 m.
Das Festland Afrikas kann in drei geografische Regionen eingeteilt werden: ein Gebiet ist das Atlasgebirge mit einer Ausdehnung von 2.000 km. Den größten Teil des Festlandes nimmt das afrikanische Tafelland ein. Hierzu gehören Sahara, der Sudan, das Hochland von Oberguinea und Adamaoua, das Kongobecken, die Kalahari, das Kapland und Madagaskar. Am formenreichsten und am höchsten gelegen ist Ostafrika mit dem Äthopischen Hochland und dem Ostafrikanischen Gebirgsplateau.
Das Gewässernetz ist am dichtesten in der äquatorialen Zone ausgeprägt. In Richtung Süden und Norden nimmt die Häufigkeit und Größe der Flüsse ab. Die Ströme werden zum größten Teil von Niederschlägen gespeist. Etwa die Hälfte der Flüsse gehört zum Stromgebiet des Atlantischen Ozeans, etwa in Drittel bilden abflußlose Gebiete (z.B. Tschadsee). Die Seen sind meist tektonischen Ursprungs (z.B. im ostafrikanischen Grabenbruch). In trockenen Gebieten gibt es zahlreiche zeitweilige Salzseen.
