Streifenhyäne



Die Streifenhyäne ist eine relativ kleine Hyäne, die als einzige Art ihrer Familie auch außerhalb Afrikas vorkommt, nämlich in Teilen Asiens.

Merkmale

Streifenhyänen sind viel schlanker und kleiner als die verwandten Tüpfelhyänen. Sie haben eine Kopfrumpflänge von 110 cm, hinzu kommen 30 cm Schwanz. Ihr Gewicht beträgt etwa 40 kg, in Ausnahmefällen über 50 kg (Hälfte des Körpergewichts einer Tüpfelhyäne). Die lange Rückenmähne kann aufgerichtet werden und lässt die Hyäne dann viel größer erscheinen als sie eigentlich ist. Das Fell ist grau und von deutlichen schwarzen Querstreifen überzogen, die Kopf, Rumpf und Beine bedecken.

Lebensraum

Die Streifenhyäne lebt in der Nordhälfte Afrikas: nördlich der Sahara, entlang des Niltals, in der Sahelzone und im Norden Kenias. Außerdem kommt sie in Westasien (einschließlich Anatoliens, der Arabischen Halbinsel) und Indien vor. Ihr Lebensraum sind halbwüstenartige, trockene Regionen. Von der IUCN wird die Streifenhyäne als "gering gefährdet" eingestuft.

Lebensweise

In der Lebensweise unterscheidet sich die Streifenhyäne beträchtlich von der Tüpfelhyäne. Sie ist ein eher einzelgängerisches Tier, das sich nur ausnahmsweise zu kleinen Familienverbänden zusammenschließt. Sie kann außer einem leisen Knurren keine Laute von sich geben (kein "Lachen"). Sie hat kein ausgeprägtes Revierverhalten. Vor allem aber können Streifenhyänen nicht selbst große Tiere erjagen, sondern ernähren sich vorwiegend von Aas. Daneben frisst sie kleine Nagetiere, Vögel und Eidechsen, aber auch Ziegen, Schafe und streunende Hunde.

Sonstiges

Im alten Ägypten war die Streifenhyäne bekannt und findet sich auf zahlreichen Reliefs und Fresken jener Zeit wieder. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass Streifenhyänen sogar wie Haustiere gehalten wurden; ob zur Hilfe bei der Jagd oder als bloße Fleischlieferanten, ist nicht bekannt.

Viele Legenden ranken sich um diese Hyänenart. So sollen Streifenhyänen auf Friedhöfen nachts Leichen ausgraben und diese verspeisen, manchmal auch schlafende Menschen. Das Verspeisen von Hyänenzungen soll gegen Krebstumore helfen. Dagegen soll das Essen eines Hyänenherzens dem Empfänger Stärke und Mut verleihen.

Systematik

Ordnung:

Raubtiere (Carnivora)

Überfamilie:

Katzenartige (Feloidea)

Familie:

Hyänen (Hyaenidae)

Unterfamilie:

Eigentliche Hyänen (Hyaeninae)

Gattung:

Hyaena

Art:

Streifenhyäne

Wissenschaftlicher Name: Hyaena hyaena
 
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Remo Nemitz