Reisebericht Tansania: Ngorongoro Krater

 

 

 

Bei Sonnenaufgang verlassen wir das Camp am Hügel oberhalb der weiten Ebene. Der Weg führt uns zum Ngorongoro-Krater. Hinter uns liegt die flache Landschaft der Serengeti. Der LKW bringt uns nun immer höher zu grün bewachsenen Bergen, wir sehen wieder Bäume und Buschwerk. Unterwegs treffen wir auf einige Masai, die mit ihren Kuhherden vorbei ziehen.

Plötzlich sind wir am Krater. Tief unten liegt die flache Kratersohle mit einem Wald aus Fieberakazien und einigen kleineren Sodaseen. Man kann sich nur sehr vage vorstellen, dass dort unten viele Tiere leben. Morgen wollen wir in den Krater hinunterfahren. Von der unmittelbar am Kraterrand gelegenen Ngorongoro Krater-Lodge aus hat man einen eindrucksvollen Blick in den Krater (20x16 km). Schroff fallen die dicht bewaldeten Hänge zur 600m tiefer liegenden Kratersohle ab. Vor der Lodge sitzen einige Marabus und zeigen ihre Flugkünste. Wir fahren zum Lions-Camp, einige Kilometer von der Lodge entfernt.

Unterwegs machen wir Einkäufe - genauer gesagt, die Köche kaufen ein und wir schauen uns um. Dem Metzger und Bäcker des Dorfes Ngorongoro statten wir einen Besuch ab. Wir fahren weiter zur Campsite. Der Platz liegt unmittelbar am Kraterrand und bietet grandiose Ausblicke.
Im Krater regnet es bereits und die Regenwand kommt sehr schnell näher. Wir haben kaum die Zelte aufgebaut, als es schon zu regnen anfängt. Der Regen hört genauso abrupt auf wie er begonnen hat. Nach dem Abendessen sitzen wir am Lagerfeuer und warten auf den Mondaufgang.
 
Camp Ngorogoro
 
Heute geht es hinab in den Krater. Schon die Abfahrt ist atemberaubend. Ein schmaler, kurvenreicher Pfad, höchstens für Landrover geeignet, beschert uns eine Gänsehaut.
 
Piste Tansania
Ngorogoro Büffel
 
Wir fahren mit unserem schweren LKW hinunter - eine Herausforderung für den Fahrer, denn die Strecke ist steil, eng und glitschig. Wir machen uns langsam auf den Weg, um Landschaft und Tiere hier unten zu beobachten. Wir sehen viele Gnus mit Nachwuchs, Thomson-Gazellen, Grants, Zebras, Büffel, Warzenschweine, Trappen, Hyänen und Kronenkraniche.
 
Tansania Löwe
Nashörner Tansania
Hyänen Tansania
Warzenschwein Tansania
 
An einem größeren Hippopool machen wir eine längere Pause. Hier haben wir Gelegenheit, diese schönen Tiere aus der Nähe zu beobachten. Sie wälzen sich im Wasser des Pools, was ihnen sichtlich Vergnügen bereitet.
 
See Tansania
Flusspferde Tansania
 
Plötzlich bleiben wir mit einem Hinterreifen in einem Schlammloch stecken. Alle müssen aussteigen. Sandschienen, die sich auch im Schlamm gut bewähren, werden eingesetzt. Etwas buddeln, zwei Sandschienen und schieben - binnen kurzer Zeit sind wir raus aus dem Loch.
 
Tansania Truck
festgefahren Tansania
 
Zurück im Camp stärken wir uns ein wenig. Am späten Nachmittag kommen wieder Regenwolken auf. Unser Camp bleibt davon nicht verschont.
 
Grzimek Tansania Serengeti
 
Nach einem kurzen Besuch der Gedenktafel für Michael und Bernhard Grzimek und für andere, die im Kampf um den Schutz von Afrikas Tierwelt ums Leben gekommen sind, fahren wir weiter Richtung Lake Natron.
 
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