Lake Abiata - Lake Shala
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Nach dem Einkauf geht es weiter südwärts, vorbei an Agavenplantagen, Getreidefeldern und Rinderherden. Fast zeitgleich erblicken wir rechts den Abiata- und links den Langano-See. Nach dem kleinen Ort Bulbula überqueren wir den Bulbula River und kurze Zeit später den Hora Kelo River. Nach dem Fluss biegt rechts eine Piste ab. Hier befindet sich das Dole-Gate, der Haupteingang zum Rift Valley Lakes - Nationalpark.

Der Park, der hauptsächlich dem Schutz der artenreichen Vogelwelt und der eindrucksvollen Landschaft dient, wurde bereits 1970 eingerichtet und liegt auf einer Höhe von 1.450m - 1.750m, im engsten und unwirtlichsten Teil des Riftvalley. Die Oberfläche der Seen bedeckt fast die Hälfte der Fläche des Nationalparks. Auf einer schmalen Anhöhe zwischen den beiden Seen liegt die Campsite, von der aus man einen spektakulären Rundblick über Seen hat.

Am Gate hat man uns einen bewaffneten Ranger zugeteilt, ohne den wir den Park nicht hätten betreten dürfen. Mit ihm können wir uns hier frei bewegen und bei Wanderungen in der die Umgebung der Seen kann er uns führen - und uns vor wilden Tieren (die es hier nicht gibt!) schützen. Zunächst wollen wir den Abiata-See (240qkm) besuchen.

In Begleitung des Rangers machen wir uns auf den Weg bergab zum Ufer des Sees, der von drei Flüssen gespeist wird, aber nur einen Abfluss hat. Trotzdem hat sich die Größe des Sees enorm verringert. Seine Uferregion ist ohne jeglichen Baumbestand, kleinere Akazienwäldchen finden sich erst in einiger Entfernung. Der See, nur etwa 10-15m tief, ist sehr sodahaltig und so wundert es nicht, dass sich hier eine größere Flamingopopulation angesiedelt hat.

Überall in Ufernähe und im See selbst haben sich kleinere und größere Grasinseln gebildet. Wir verweilen einige Zeit und lassen die eindrucksvolle Stille, die nur vom Krähen der Flamingos unterbrochen wird, auf uns wirken. Dann wandern wir zurück zu unserem Camp in luftiger Höhe.

Am nächsten Tag steigen wir über steile Querrinnen und schmale, ausgetrocknete Wadis hinab zum Shala-See, um die heißen Quellen zu sehen, die sich unmittelbar am Seeufer befinden und deren heißes Wasser sich dort in den See ergießt. Die steilen Hänge und die Uferregion des Sees sind im Gegensatz zum Abiata-See dicht bewachsen, vor allem mit Akazien- und Kakteenbäumen.

Der See, über 300qkm groß und über 260m tief, hat einen Umfang von über 100km. Im See, der extrem sodahaltig ist, gibt es quasi keine Fische. Die im Bereich des Sees lebende Bevölkerung vom Stamm der Oromo ist daher gezwungen, sich Fisch aus dem Ziway- oder dem nahe gelegenen Langano-Sodasee (1.600m hoch, 24x15Km groß) zu holen.


Am Seeufer angekommen, treffen wir sogleich auf eine Vielzahl von Quellpunkten, die die umliegende Landschaft mit heißen Dampfschwaden benebeln. Einheimische sind hier mit ihren Rindern und einige von ihnen sitzen in runden Bassins, die sie mit Schlamm von dem heißen Wasser abgetrennt haben, wodurch sich das Wasser abkühlen kann - ein einfaches aber wirkungsvolles Verfahren.

Wir laufen herum und etwas oberhalb des Seeufers treffen wir auf ein paar Hütten der Oromo.


Nach einem kurzen Besuch machen wir uns wieder auf den Weg hinauf zu unserem Camp, wo wir uns am Abend an dem gigantischen Sonnenuntergang über dem Shala-See und der Pelikaninsel erfreuen.

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