Im Latuko Dorf
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Nach kurzer Fahrt entdecken wir versteckt in den Bergen rechts der Piste ein großes Dorf aus Strohhütten. Die Bauweise der Hütten ähnelt der des Topossadorfes bei Kapoeta, aber hier handelt sich um den Stamm der Latuko, der eng mit den Topossa verwandt ist und vergleichbare Lebensweisen hat. Wir entschließen uns, trotz der großen Hitze dem Bergdorf unter orts- und sprachkundiger Führung einen Besuch abzustatten und gelangen durch Hirsefelder und auf schmalen, holprigen Pfaden zum Dorfeingang.


Am Dorfeingang werden wir zunächst vorsichtig und zurückhaltend begrüßt, aber dürfen dann doch das Dorf betreten und uns herumführen lassen. Auch hier leistet die Polaroidkamera wieder gute Dienste. Auf dem Dorfplatz liegen einige Trommeln herum und auf einer bringe ich mir selbst ein "rhythmisches" Geburtstagsständchen! Wir erfahren, dass die Bewohner erst vor sechs Jahren ihr Dorf in der Ebene verlassen und sich aus Angst vor Rebellenübergriffen in die Berge zurückgezogen haben.


Auch in diesem Dorf sind wir von den prachtvoll gestalteten Wohn- und Vorratshütten fasziniert. Vom oberen Teil des Dorfes aus hat man einen herrlichen Blick auf das terrassenförmig angelegte Dorf und die unendliche Landschaft, die immer noch im staubigen Dunst liegt.




Wir erreichen schließlich Torit, den Hauptort des Latuko-Stammes und auch hier gibt es wieder ein UN/GTZ-Camp, in dem wir übernachten können.
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