Das Konso-Volk
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Das Hochland von Konso besteht fast ausschließlich aus steilen Hängen und um es bearbeiten zu können, mussten Terrassen angelegt werden, durch die der Erosion vorgebeugt wird. Bei guter Sicht kann man sogar bis zum Rift Valley hinüber sehen.


Die Bevölkerung in diesem Landstrich besteht vorwiegend aus Moslems, Christen, Oromo, Tigri und Konso.
Im Ort Konso lebt fast ausschließlich Konsobevölkerung. Die Konso haben zu den Nachbarstämmen in der Umgebung kaum Kontakt. Ihr Siedlungsgebiet ist sehr klein und schwer zugänglich. Die Landschaft ist vulkanischen Ursprungs und sehr zerklüftet.

Heute ist Markttag und der Dorfplatz ist überfüllt mit Marktvolk und droht aus den Nähten zu platzen.


Ein wirklicher Glücksfall, dass wir heute hier sein können, bei der ersten Reise war uns das nicht vergönnt. Die Frauen tragen ihre traditionelle Kleidung und Haartracht, sowie ihren Schmuck.


Alleine tauche ich im Menschengewirr unter, um ungestört fotografieren zu können und die Leute nicht zu verunsichern, wenn eine ganze Gruppe von Fremden auftaucht.


Die Konso sind für ihr handwerkliches Geschick bekannt und versorgen mit den von ihnen hergestellten Produkten die in der Umgebung lebenden Nomaden.


Das Weben von Stoffen und die Metallverarbeitung ist Aufgabe der Männer, die Frauen gerben Leder und stellen Tongefäße her.


Die Marktorte wechseln im täglichen Rhythmus zwischen den einzelnen Orten der Region, wo jeweils viele verschiedene landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee, Tabak, Gemüse und Getreide gegen Schlachtvieh und Salz eingetauscht werden.


Die Konso sind außerdem Meister in Ackerbau und es gelingt ihnen, dem kargen Boden einen höchstmöglichen Ertrag abzuringen. Die Feldarbeit wird mit zweizackigen Hacken verrichtet, die Felder mit organischen Stoffen und Viehmist gedüngt. Das Handwerk sowie die Landwirtschaft haben sich seit Generationen nicht verändert.


Der Aufenthalt hier bei den Konso bleibt sicher ein einzigartiges, unvergessliches Erlebnis. Auf der Weiterfahrt treffen wir immer wieder noch auf kleine Gruppen von Konso, die vom Markt kommen oder zum Markt hinlaufen, Grund genug für uns, kurz Kontakt mit ihnen aufzunehmen.

Nach dem Dorf Konso wird die Landschaft offener und wir kommen an kleineren Dörfern vorbei. Es ist nicht einfach, in dieser Gegend einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Schließlich bietet sich eine größere freie Stelle an, die aussieht, wie ein verlassener Baustellenplatz für Straßenbau. Die Landschaft hier ist sehr beeindruckend und da uns nichts Anderes übrig bleibt schlagen wir hier die Zelte auf.


Erwartungsgemäß sind wir doch nicht weit genug von einem Dorf entfernt, denn bald ist eine größere Gruppe von Neugierigen aufgetaucht, um zu sehen, was hier los ist. Die Leute sind sehr freundlich und schauen sich ungeniert im Camp um. Einige haben den Viehtrieb in die Nähe unserer Zelte verlegt.
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