Arba Minch



Am nächsten Morgen geht es zunächst zurück nach Shashemene, wir überqueren die Rift Valley-Road und fahren dann in südlicher Richtung weiter über Sodo Richtung Arba Minch. Bald erreichen wir den Nordteil des Abaya-Sees, dem wir bis Arba Minch folgen. An der Straße treffen wir des Öfteren auf Leute, die Fisch verkaufen und diese Gelegenheit nehmen wir wieder wahr, um uns für unser nächstes Camp mit Fisch einzudecken.

Äthiopien Fisch

Der Verkäufer lässt es sich nicht nehmen, die Fische für uns auszunehmen und wir lassen ihn gewähren.

Besucher Äthiopien

Es muss hier vor kurzem geregnet haben, denn unsere Piste wird langsam immer feuchter und plötzlich fahren wir auf ein Schlammloch zu, in dem sich ein LKW festgefahren hat. Wir bieten unsere Hilfe an, aber die Leute wollen es alleine versuchen.

Piste Äthiopien

Schlammpiste

Zum Glück haben wir den schlechten Streckenabschnitt bald hinter uns. Bevor wir nach Arba Minch hineinfahren, machen wir am Straßenrand Mittagspause und sind bald von einer Menschentraube umringt. Wir werden neugierig beäugt.

Mahlzeit Äthiopien

Menschen Äthiopien

junge Frau Äthiopien

Äthiopien junge Frau

Die Distrikthauptstadt Arba Minch (1.285m) ist erreicht. Die Lage der Stadt ist einmalig. Sie ist auf drei Seiten von hohen Berghängen umgeben. Vor den Toren der Stadt liegt der Eingang zum Nechisar-Nationalpark (500qkm, 1.100-1650m hoch). Zum Nationalpark gehören die Hügellandschaft zwischen dem Abaya- und dem Chamo-See sowie Teile der Uferregion und der Seen.

Panorama Äthiopien Arba Minch

Der Abaya-See ist mit 1.000qkm der größte See des Rift-Valley und der zweitgrößte Äthiopiens. Der südlich gelegene Chamo-See ist von sandigen Ufern gesäumt. Urwaldähnlicher Wald bedeckt die Landschaft zwischen den Seen, sowie die Nechisar-Ebene und die Ufer des Kulfoflusses. Auf dem höchsten Punkt des Hügels liegt ein Campingplatz, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf die beiden Seen hat. Wir entscheiden uns natürlich dafür, hier zu übernachten.

Kind Äthiopien

Holzkohle

Die Straße von Arba Minch nach Konso ist eigentlich - von Ausnahmen abgesehen - nur in der Trockenzeit befahrbar. Es sind mehr als zehn Flüsse oder Bäche zu überqueren, es stehen aber nur ganz wenige Brücken zur Verfügung. Zunächst fährt man durch Buschland, dann werden aber Baumwoll- und Getreidefelder sowie Bananenplantagen immer häufiger. Am Straßenrand finden wir einen Stand, an dem man Holzkohle verkauft und hier ergänzen wir unseren zur Neige gehenden Vorrat. Wir halten schon seit geraumer Zeit Ausschau nach einem geeigneten Platz zum Campen und kommen zu einem größeren Bach mit einem malerischen Wasserfall.

Wasserfall Äthiopien

Im Bereich des Baches gibt es eine größere Fläche mit hohem, trockenem Gras, die sich zum Zeltaufbau eignet. Mit der Feuerstelle müssen wir allerdings besonders vorsichtig sein, um Funkenflug zu vermeiden.

Bushcamp Äthiopien

Nach dem Dorf Elgo verlässt man allmählich das Tal des Segenflusses und eine anstrengende Fahrt bergauf in Richtung Konso beginnt. Kultivierte Flächen mit Maisfeldern und Plantagen werden von Buschland abgelöst. Dann erreichen wir schließlich das Hochland von Konso.

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