Reisebericht Sahara: Illizi – Plateau de Fadnoun - Tassili
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Wir verließen Illizi und machten uns auf die Suche nach einer geeigneten Campsite. Unter verkrüppelten Schirmakazien schlugen wir unser Camp auf. Endlich gab's mal wieder ein Lagerfeuer, weil nämlich unsere Mittagspause in der Nähe eines OUEDS stattfand, wo sich mehrere abgestorbene Bäume fanden, die wir mit vereinten Kräften zerkleinerten.


Am Morgen ging es recht harmlos weiter mit einer riesigen Staubfahne, aber schon nach kurzer Zeit in eine Region mit schwarzem Basalt, massiven Gesteinsbrocken, kurzen, unangenehmen Anstiegen. Das Ganze nimmt immer wildere Formen an, ähnelt einer Mondlandschaft. Es ist das PLATEAU DE FADNOUN.


Für diese 80 km lange Durchquerung brauchten wir den ganzen Tag, eine Mittagspause, zwei Pinkelpausen und eine Pause zum Reinigen des Kraftstoff-Filters mit eingerechnet. Unterwegs begegneten uns nur wenige Autos. Zwei Brücken unterwegs waren eingestürzt. Sie mussten jeweils durch ausgetrocknete Oueds umfahren werden. Kurz vor Sonnenuntergang ging es dann in einer rasanten, kurvenreichen Abfahrt vom PLATEAU DU FADNOUN hinunter in ein Tal, wo wir abseits des Weges unter einigen Bäumen einen guten Lagerplatz fanden. Heute Lagerfeuer und mit einem Schluck Calvados nach dem Essen in die Koje. Es folgten noch einige Geröllpassagen am Ende des PLATEAUS DE FADNOUN, bis es mehr und mehr in die TASSILI-Berge ging, die ihrem Ruf und ihrem Postkarten-Image vollauf gerecht wurden.


Teilweise gewaltige Felstürme, die aus einem Sandmeer aufsteigen, Tafelberge und gewaltige Massive mit teils horizontalen, teils vertikalen Spalten . Das Ganze erreichte seinen Höhepunkt auf dem TASSILI-Pass TIN-TARADJELI.


Die Fahrt nach Fort Gardel war landschaftlich wunderschön. Sie ging entlang der Südfront des Tassili-Gebirges über eine wellige Sandpiste. Bei der Suche nach einem Camp abseits der Piste blieben wir dann im Sand stecken. Damit war die Wahl des Campingplatzes getroffen. Wir reduzierten den Luftdruck der Reifen und nach Entladen des Fahrzeugs konnten wir uns aus eigener Kraft befreien. Die Nacht war bitterkalt, beim Frühstück herrschte Zähneklappern. Aber das Panorama war gewaltig.

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