Reisebericht Kongo: Nyiragongo Besteigung
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Nach mehrstündiger Fahrt kommen wir am Nachmittag in Goma an. Auf dem Gelände des "Centre Sportif" richten wir uns wieder ein. Wir brauchen den Nachmittag, um das Gepäck zu sortieren und das Wichtigste für die morgige Nyiragongobesteigung bereit zu legen. Dementsprechend sieht unser Platz aus: zwischen den Zelten liegen Rucksäcke, Taschen, Tüten, Skistöcke, Bergausrüstung usw. herum. Kurz vor dem Abendessen sind wir mit der Packerei fertig. Schon zeitig sind wir am Ausgangspunkt der Besteigung.

Einige Träger bringen die Verpflegung und die Ausrüstung nach oben. Zuerst geht es flach durch die Lavafelder, dann wird der Weg stetig steiler. Die Vegetation ist nicht so interessant wie im Ruwenzorigebiet. Im Vordergrund steht diesmal der Vulkan selbst.

Der Nyiragongo, 3.470 m hoch, befindet sich im Mittelteil des Zentralafrikanischen Grabens. Dieses Gebiet verzeichnet eine außergewöhnliche Erdbebentätigkeit. Die acht mächtigen Vulkane der Virungaberge müssen als aktiv angesehen werden.
Das Nyiragongo-Massiv mit mehreren Hauptkegeln und einigen Satellitenkegeln beansprucht ein Gebiet von ca. 350 km2. Auf beiden Seiten des Hauptkegels befinden sich 2 Satelliten: der Saheru (2.800 m) im Süden und im Norden der Baruta (3.100 m). Sie sind gegenwärtig mit Vegetation bedeckt.

Nach langem steilen Aufstieg erreichen wir drei Blechütten, von denen sich nur eine zum Übernachten eignet. Da es sehr kalt und windig ist, entschließen sich unsere Träger, nach unten zurückzugehen. Wir machen es uns in der Hütte "gemütlich". Der Lehmboden ist verdreckt, die Hütte verwahrlost.

Wir machen ein wenig sauber, damit wir die Matten und Schlafsäcke ausbreiten können. Eigentlich ist hier nur Platz für 6 Personen, aber wir sind 12. Es wird so lange geschoben, gezogen und umgeändert, bis wenigstens 10 Leute, die Lebensmittelvorräte und die Feuerstelle Platz haben. Zwei von uns (die Schnarcher) müssen die Nacht in der anderen Hütte, deren Dach in sehr schlechtem Zustand ist, verbringen - "freiwillig".


Am nächsten Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, steigen wir zum Kraterrand hinauf. Der Aufstieg durch das Geröllfeld ist sehr anstrengend und steil. Der Weg schlängelt sich um die Steinbrocken herum. Der Aufstieg selbst dauert nur knapp eine halbe Stunde. Wir haben Glück, das Wetter ist klar, der Himmel wolkenlos, aber es ist sehr windig hier oben.

Wir genießen den Sonnenaufgang über dem gegenüber liegenden Karisimbikrater und bewundern den vollkommenen Vulkankrater des Nyiragongo.

Nach zwei Stunden laufen wir zurück zu den Hütten, packen unsere Sachen und marschieren zurück zum LKW.
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