Reisebericht Kongo: Mahangu Hütte - Kiondo Hütte

 

 

 

Am Morgen frühstücken wir zuerst ausgiebig. Es gibt noch Reissuppe von gestern, Brotreste, Käse, Hartwurst. Jeder packt sein Gepäck. Bald danach sind wir abmarschbereit. Auch heute eine schwierige Strecke, sehr steil und schwer zu gehen. Die Wurzelformationen sind noch größer und imposanter als gestern, die Entfernungen zwischen den "Stufen" noch weiter und der Nebel wird immer dichter.

Nebel Ruwenzori

Baum Kongo

Kongo Ruwenzori

Wir haben viele Probleme unterwegs. Mehrmals müssen wir auf allen Vieren herumkraxeln, rutschen oft herunter, kommen mit den Beinen im Wurzelwerk nicht recht weiter. Der Wunsch, dass sich der Schwierigkeitsgrad nicht vergrößern möge, hat sich leider nicht bestätigt. Das Abenteuer ist perfekt. Noch mehr Moose und Flechten, gespenstische Riesenbäume und Sträucher, erschreckende Ruhe: Nebel, Wolken und Sonne wechseln sich ab, eine Landschaft wie auf einem fremden Planeten. Es verschlägt uns den Atem, es gibt auf der Welt nichts Vergleichbares.

Vegetation Kongo

Kongo Vegetation

Pflanzen Kongo

Langsam verlassen wir den Regenwald und gehen durch die Hochmoor­zone mit Grasbüscheln, niedrigen Sträuchern, Kräutern Johanniskrautbäumen, Lobelien, Hagenien und Senecien. Nebel- und Wolkenfetzen hüllen uns ein. Es ist schon erheblich kälter, als in den unteren Regionen. Wir merken neben der körperlichen Erschöpfung langsam auch die Höhe. Die ersten Kopfschmerzen stellen sich ein. Nach fünf Stunden erreichen wir die Kiondo-Hütte (4.200 m). Es ist eine einfache Steinhütte in ziemlich schlechtem Zustand. Die Fensterlöcher decken wir mit Brettern und Säcken zu.

Ruwenzori Berghütte

Schlafsack Ruwenzori

Hier oben ist es sehr kalt. Starker Wind, Schneesturm, schlechte, verqualmte Luft in der Hütte (der Kamin zieht nicht) - diese Nacht wird die schlimmste sein.

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