Reisebericht Kongo: Kiondo Hütte - Gipfelregion - Basiscamp
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Wir schlafen alle sehr schlecht. Einige von uns fühlen sich durch die Anstrengungen der letzten Tage sowie höhenbedingt nicht gut.
Zum Glück hat sich das Wetter deutlich gebessert und so können wir bei einer Rundwanderung im Bereich der Hütte die Aussicht auf die Bergwelt geniessen.


Der ursprünglich vorgesehene Aufstieg zum Margherita Gipfel ist nicht möglich, da unsere Ausrüstung, die nur aus einigen Seilen besteht, keinesfalls ausreichend ist.

Dies wird uns auch von Bergsteigern gesagt, die gerade vom Gipfel zurück kommen und die trotzt kompletter Bergausrüstung, vor allem wegen der extremen Schneeverhältnisse Probleme beim Auf- und Abstieg hatten.


Wie der Aufstieg so ist auch der Abstieg sehr schwer, es geht wieder steil bergab. Man kann nach einiger Zeit selbst nicht glauben, dass man diesen Weg hinauf gegangen ist. Die Wurzelgebilde, die manchmal höher sind als man selbst, werden mit der Zeit zur Qual. Die Knie und die Zehen sind auf die härteste Probe gestellt. Es nützt nichts, wir beißen die Zähne zusammen und gehen weiter. Wir erreichen wieder die Mahangu- Hütte. Etwas Ruhe, warme Suppe, Tee und Kaffee bringen uns auf die Beine.
Der letzte Tag am Berg soll auch der längste werden. Schon die Strecke zwischen der Mahangu- und der Kalonge-Hütte will nicht enden. Mit schmerzenden Knien und sonstigen Verletzungen erreichen wir einen Bach. Das Wasser ist eisig kalt, aber trotzdem waschen und baden wir eifrig. Nach kurzer Ruhepause an der Kalonge-Hütte brechen wir zu der letzten Etappe auf. Der Weg scheint ohne Ende zu sein. Wir haben nur noch den Wunsch, endlich das Basiscamp zu erreichen. Die meisten Träger mit Gepäck sind schon da. Wir packen alles aus, zahlen die Träger und Führer aus, verteilen an sie Bekleidung, Schuhe und andere Sachen, die wir entbehren können. Jetzt ruhen wir uns aus. Wir sammeln neue Kräfte. Füße, Zehen, Knie, blaue Flecken und sonstige Wehwehchen behandeln wir sehr sorgfältig. Es wird viel geredet und jeder will seine Eindrücke loswerden.

Das Wetter ist immer noch sehr gut. Wir sitzen stundenlang im Fluss, waschen uns und die Wäsche, halten Mußestunden und basteln schon an Plänen für die nächsten Tage. Wir sind richtige Glückspilze, denn am Berg regnet es durchschnittlich an 300 Tagen im Jahr und ausgerechnet wir erwischen eine knappe Woche, in der es nicht regnet.
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