Reisebericht Kenia: Umrundung Turkanasee
|
|
Turkanasee-Umrundung: Naivasha - Nakuru - South Horr-Wüstenwanderung - Bootstrip Turkana - Omo-Delta - Central Island - Chalbi Wüste - Barsalinga - Kapedo - Lodwar - Turkana-West - Kito-Pass - Baringosee
Inhalt:
Nairobi – South Horr – Thum
Friedhelm und ich haben die anderen Reiseteilnehmer am Flughafen abgeholt. Die Vorbereitungen für die Reise sind bereits in den letzten Tagen erfolgt, so dass es nach der Übernachtung im Boulevard Hotel Nairobi losgehen kann.

Von Nairobi aus fahren wir zuerst zum Mt. Kenia und übernachten auf der Campsite der Bantu-Lodge. Dort gibt es eine erste Lagebesprechung über den Tourverlauf der nächsten Tage.

Vom Mt. Kenia aus fahren wir in nördlicher Richtung über Isiolo zum Olokwe Berg und von dort weiter über Wamba und Maralal nach South-Horr, wo wir auf der Forest-Campsite übernachten.


Am nächsten Morgen beginnen wir die Tageswanderung von South-Horr über das Nyiru-Massiv zu dem auf der anderen Seite gelegenen winzigen Ort Thum. In der Zwischenzeit soll der LKW mit dem gesamten Equipment und den "Nichtwanderern" südlich um das Bergmassiv herum nach Thum fahren und bis zu unserer Ankunft dort warten und schon einmal das Camp aufbauen.
Der höchste Gipfel des Gebirges ist der Mt. Nyiru mit 2.800 m. Wir heuern einen Führer an und um der Tageshitze auszuweichen, gehen wir schon bei Morgengrauen los. An interessanten Granitflanken vorbei, dann in lockerem Geröll ansteigend, kommen wir langsam vorwärts. Nach gut 4 Stunden Marsch ist die erste Stufe des Hochplateaus erreicht und eine sumpfige Hochfläche liegt vor uns, bevor wir nach ca. 6 Stunden in die Gipfelregion gelangen. Wir machen eine ausgiebige Rast in dichtem Regenwald mit moosbedeckten Bäumen.
Der beschwerliche Abstieg nach Thum zieht sich noch einige Stunden hin, da einige von uns eben nicht so flott gegen können, wie die anderen möchten. Es ist schon fast dunkel, als wir Thum nach insgesamt ca. 11 Stunden erreichen. Die "Zurückgebliebenen" haben uns schon mit Sorge erwartet und sind uns mit Taschenlampen entgegen gekommen.

Heute ist Weihnachten und in der Nähe unserer Campsite gibt es eine katholische Missionsstation. Der Missionar hat die Angehörigen der in dieser Region lebenden Stämme - Rendille, Gabra und Samburu - zu einem Tanzfest eingeladen.
Von weitem hören wir schon die stammesüblichen Gesänge und als die Feiernden dann unser Camp erblicken, kommen sie alle tanzend und wild gestikulierend zu uns herüber und umringen unser Camp. Sie tanzen und singen für uns nicht alle gleichzeitig, sondern jeder Stamm für sich und das dauert fast zwei Stunden.


Meine Filmkamera ist in Daueraktion und viele schöne Szenen werden dieses Ereignis unvergesslich machen. Für uns ist es im gewissen Sinne die Einstimmung für unseren morgen beginnenden 3-Tage-Marsch durch die Lavawüste im Suguta-Tal bis zur südlichsten Spitze des Turkana-Sees.


Nächste Seite: Wanderung durch das Suguta Tal