Reisebericht Kenia: Omo Delta – Central Island - Loyengalani

 

 

 

Die Central Island liegt etwa 15 km vor der Westküste des Sees und dem Ferguson Golf. Der Hauptort im Golf ist Kalokol mit der Lake Turkana Fishing Lodge. Die unbewohnte Insel, 240 ü.NN gelegen, besitzt drei kleine Vulkankrater, von denen zwei mit Wasser gefüllt sind. Zunächst steuern wir die Lodge an, um unsere Parkeintrittsgebühren zu zahlen und uns nach Treibstoff für die Boote umzusehen. Unsere Treibstoffvorräte sind ziemlich aufgebraucht, nicht zuletzt durch den starken Wellengang und die zu hohe Geschwindigkeit der ersten Tage, die die Vorräte stark beansprucht haben. Es gibt hier zwar Sprit, aber der muss erst herangeschafft werden und die Preisverhandlungen nehmen auch einige Zeit in Anspruch, denn die "Lieferanten" wittern bei unserer offensichtlichen Notlage mit Wucherpreisen natürlich ein gutes Geschäft. Also warten wir erst mal, bis der "Saft" da ist und relaxen inzwischen auf der Terrasse der Lodge. Kühle Getränke - natürlich auch alkoholische - gibt es wenigstens zu Normalpreisen. Zusammen mit der Hitze schlaffen wir bald deutlich ab......
Wir werden schließlich bei den Spritpreisen handelseinig und setzen unsere Fahrt zur Insel fort. In Ufernähe schlagen wir unser Camp auf. Ein Bummel über das kleine Eiland ist ein faszinierendes Ereignis, wir erklimmen den höchsten Punkt der Insel und stehen zwischen den Kraterrändern der drei Vulkane - ein wunderschöner Blick.

Turkana See Nordkenia

Aussicht Nordkenia

Es gibt zwar auch hier viele Mücken, aber mit meinem Bettlaken und dem Filmstativ baue ich mir eine relativ sichere "Mückenschutzbehausung", ähnlich wie bereits in der "Mückenbucht" am Nabuytom-Krater.

Einheimische Nordkenia

Tourist Nordkenia

Morgen liegt die längste Etappe des Turkanasee-Trips vor uns. Wir müssen den See diagonal in voller Breite von Nordwest nach Südost überqueren und das bei zünftigem Wellengang und mit halber Geschwindigkeit, um so gut wie möglich Sprit zu sparen.
Nach fünf Stunden sind wir nicht mehr weit vom Ufer bei Loyengalani entfernt und können die Fischer des Dorfes schon am Strand erkennen. Doch da geht auch der dritte Motor unseres Bootes wegen Spritmangels aus und wir treiben lautlos und hilflos auf dem See. Unser Vorratsboot ist bereits gelandet und so winken wir zum Ufer hinüber, um auf uns aufmerksam zu machen. Es dauert eine Weile, bis die Leute und unser Bootsführer im Beiboot realisieren, was los ist. Sie kommen zu uns zurück und schleppen uns die letzten Meter bis zum Ufer ab. Das Gejohle der Kinder am Strand müssen wir uns noch eine ganze Weile anhören.

Hütten Kenia

Swimmingpool Nordkenia

Wir laden die Boote aus, holen den LKW und bringen das ganze Equipment zu unserer Campsite im El Molo- Camp, gleich neben der Oasis Lodge. Wir schlafen auf der Campsite, feiern unsere glückliche Rückkehr aber an der Lodgebar.

Gut erholt setzen wir heute unsere Tour unter dem Arbeitstitel "Rund um den Turkana-See" fort. Dazu müssen wir weit ausholen, denn eine seenahe Fahrt zur Westseite des Sees gibt es nicht, eben wegen der Felsbarriere im Sugutatal, die wir auf unserer Wüstenwanderung überquert haben. Sonst hätten wir unser Ziel, die Oase Eliye Spings, sicher in einer Tagesetappe erreichen können. Wir fahren entlang der El Molo-Bucht und sehen am Horizont die Strohhütten der El Molo, ein Dorf, das wir früher in der Region schon besucht haben.

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