Reisebericht Kenia: Loyengalani – Oase Galacha – Marsabit – Maral
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Dann gelangen wir zu der Oase North Horr, wo die Piste in die Chalbi-Wüste abzweigt. Viel gibt es im Ort nicht zu kaufen, aber einige Sachen finden wir doch. Hier erfahren wir, dass es in den letzten Tagen etwas geregnet hat, was in der Zeit der absoluten Trockenheit völlig außergewöhnlich ist.



Wir hoffen, dass es mit dem Regen nur ein "Ausrutscher" war, setzen unsere Fahrt fort und erreichen schließlich die Oase Galacha, wo wir nach langer Wüstenfahrt wieder etwas Grün und eine Quelle unter Palmen sehen.

Hier wäre ein sehr schöner Platz für ein Lager gewesen, aber plötzlich beginnt es zu regnen. Da es nicht so aussieht, dass es schnell wieder aufhört, verlassen wir die Oase und fahren hinaus in die Wüste und finden nicht weit entfernt einen winzigen Geröllhügel, der die flache Ebene so gerade überragt.

So können wir die Lage überblicken und wenigstens "trockenen Rades" wieder losfahren, wenn sich die Situation weiter verschlechtern sollte. Hier schlagen wir die Zelte auf und müssen nun miterleben, wie sich die Wüste langsam aber sicher mit Wasser füllt und sich große Pfützen bilden.


Die geplante Abkürzungsstrecke über Kargi, Korr, Laisamis ist gestrichen, da wir nicht wissen, wie es dort aussieht. Also bleibt uns keine andere Wahl, als erst einmal weiter die Hauptstrecke nach Marsabit zu nehmen. Von da verläuft die Hauptpiste nach Süden, von der es wieder einige Abzweigmöglichkeiten nach Südwesten gibt, falls die Folgen des Regens dies zulassen. Schon die Hauptpiste nach Marsabit hat es aber in sich und wir müssen zum Teil durch riesige Pfützen fahren.
Ich will es kurz machen, auch alle anderen gedachten Ausweichstrecken fallen wegen der Pistenbeschaffenheit aus. Die letzte Ausweichstrecke würde die Überquerung des Milgisflusses, den größten Fluss der Region, bedeuten, aber der hat Hochwasser und schon die Uferränder sind hoffnungslos verschlammt. Der Schlamm würde den LKW bestimmt halb verschlucken - also weiter über Wamba und Barsalinga am Ewaso Ngiro-Fluss nach Maralal.

Auf der Yare-Campsite, 5 Km außerhalb von Maralal übernachten wir.

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