Reisebericht Kenia: Loita Hills - Kalema - Magadi See - Nairobi

 

 

 

Den ganzen nächsten Tag geht es auf und ab. Zwischendurch ein toller Blick auf einen Wasserfall. Es ist heute sehr anstrengend. Die Masai gehen kreuz und quer durch den Urwald, um Honig zu suchen. Der Weg ist sehr unzugänglich und dornenreich. Um 16 Uhr erreichen wir den Lagerplatz, sehr klein aber am Bach gelegen. Mittendurch führt ein Wildwechsel. Die Masai versperren diesen rechts und links mit großen Ästen und dornigen Zweigen, um wenigstens provisorisch einen Schutz vor wilden Tieren zu haben. Als weitere Schutzmaßnahme bauen wir die Zelte nahe am Feuer auf und gehen anschließend im Bach baden. Das Wasser ist sehr kühl, aber angenehm.
 
Abendessen Massai
Kenia Fleisch
 
Moses, der mit einigen Masai zum Honigsammeln unterwegs ist, kommt jetzt mit Eimern voller Bienenwaben zurück. Sie essen den Honig mit samt den Waben und spucken anschließend das Wachs aus. Sie sind ganz besessen von Honig. Wir probieren ihn auch und er schmeckt sehr gut. Axel war beim Honigsammeln dabei und erzählt uns, dass sie erst die Bienen ausräuchern, dann den Stamm aufhacken, so dass das Loch zum Bienenstock groß genug ist, um die Waben heraus zu nehmen. Moses hat bestimmt 20 Bienenstiche am Arm, doch für Honig tun sie alles. Er zeigt keinen Schmerz. Abends am Lagerfeuer fangen die Masai an zu singen. Moses erzählt uns, dass es Lieder sind, die schon seine Urahnen gesungen haben. Wir sitzen am Lagerfeuer und genießen Afrika.
 
Schnitzen Masai
 
Nach einer unruhigen Nacht um 8 Uhr Abmarsch. Nach einer Stunde wird der Urwald lichter und wir gelangen auf eine steppenähnliche Hochebene. Von hier können wir in das etwa 1000m tiefer gelegene Rift-Valley hinunter sehen.
 
Besucher Kenia
 
Von hier können wir in das etwa 1000m tiefer gelegene Rift-Valley hinunter sehen.
 
Rift Valley Kenia
 
Beim Abstieg wird es immer heißer. Anschließend geht es über eine sehr steile Geröllhalde und über mehrere kleine Bäche zu unserem letzten Camp der Masaiwanderung. Es liegt in der Nähe des Dorfes Kalema unter einem riesigen Mangobaum, umrahmt von mehreren Bachläufen - wie auf einer Insel. Es ist unheimlich heiß und wir machen alle einen sehr erschöpften Eindruck. Der LKW ist noch nicht da und Friedhelm läuft nervös umher. Endlich aus der Ferne ein LKW-Geräusch. Das erste, was wir abladen, ist eine Kühlbox mit Bier. Anschließend Zeltaufbau und dann ab in den Bach zum Regenerieren und Wäschewaschen. Ein Hochgenuss, die Schicht aus Schweiß, Staub und Sonnenschutzmittel abzuspülen. Am Morgen starten wir die Rückfahrt nach Nairobi, quer durch das Rift-Valley, vorbei am Magadi-See.
 
Savanne Kenia
Magadi See Kenia
 
In etwa vier Stunden werden wir Nairobi erreichen. Der Weg vom See hinauf in die Ngong Hills im Süden Nairobis verläuft über eine relativ gute Asphaltstraße. Sie führt durch eine eindrucksvolle Buschsavanne, teilweise entlang der Abbruchkante des Rift Valley. Eine abwechslungsreiche Reise geht zu Ende und es bleibt uns nur noch die Erinnerung.
 
Sonnenuntergang Kenia


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