Reisebericht Afrika-Durchquerung: Westsahara und Mauretanien
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| Farbiges Marrakech |
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Volkmar auf seinem Drahtesel |
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Wunderschöne Landschaft südlich von Tafraoute mit Holperpiste im Flussbett |
Bei den zahlreichen Polizei- und Militärcheckpoints wurden wir immer nach unseren Berufen gefragt. Aber als Lehrer und Krankenpfleger sind wir ja politisch nicht gefährlich...
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Endloooooooooose Weiten in der Westsahara. |
Und dann war es endlich so weit: Wir standen am 20. Dezember gegen 14 Uhr an der Grenze zu Mauretanien. Allerdings hätten wir nicht geahnt, dass der Grenzübertritt mehr als sechs Stunden dauern würde... So stimmt man sich auf Afrika ein. Es werden sicherlich noch etliche Geduldsproben, vor allem bürokratischer Natur, auf uns zu kommen.
Als wir den Grenzposten verliessen, war es schon lange dunkel. Mit Hilfe der Zusatzscheinwerfer haben wir dann zusammen mit einem holländischen Pärchen ein Wildcampingplätzchen gefunden, dessen Wert sich erst am nächsten Morgen herausstellen sollte: Wir nächtigten gerade neben der Bahnlinie und beim Zusammenpacken des Zeltes ist plötzlich die Erzbahn, der mit über 2 km längste und auch schwerste Zug der Welt, direkt an uns vorbeigedröhnt. Auf dem Eisenerz waren Ziegen und Menschen gleichermassen Passagiere und sicherlich ganz schön durchfroren...
Die neue Teerstrassen in die erst 1960 gegründete Hauptstadt Nouakchott war dann easy going. Wir hätten auch eine Piste am Strand entlang wählen können. Allerdings werden wir in den nächsten Monaten noch genug Feldwege befahren...
Jetzt sind wir in Nouakchott. Und es gefällt mir. Es sind nicht die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, die mich beglücken. Die gibt es nämlich gar nicht. Nein, es ist dieser Mix aus Arabern und Schwarzafrikanern. Jetzt kommen wir langsam aber sicher im "richtigen" Afrika an.
Die Fahrräder sind in der Stadt wieder die perfekten Fortbewegungsmittel. So lassen sich auch Vororte und kleine Gässchen erkunden. Dort ist's in der Regel viel interessanter als im Zentrum selber: kleine Geschäfte, Blechhütten, Ziegen, die den Müll nach Nahrung absuchen, mit Alteisen spielende Kinder, die uns zuwinken usw.
Ob wir nun direkt nach Mali oder zuerst noch in den Senegal fahren, das wissen wir noch nicht. Morgen entscheiden wir's, oder vielleicht auch erst übermorgen...
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arabischsprachiges Verkehrschild |




