Mountain Zebra National Park in Südafrika



Mountain Zebra National Park

Errichtet wurde der Nationalpark in Südafrika im Jahr 1937. Er erstreckt sich über eine Fläche von etwa 28.000 Hektar. Die Lage des Parks ist 26 Kilometer westlich von Cradock. Die Städte Johannesburg und Kapstadt liegen etwa 800 Kilometer entfernt. Nach Port Elizabeth sind es knapp 210 Kilometer, hier ist auch der nächste Flughafen gelegen.

Der Mountain Zebra National Park ist der zweitkleinste Nationalpark des Landes Südafrika, aber für Besucher doch sehr interessant. Der Westen des Parks wird durch das Bankberg-Massiv begrenzt, das bis zu 2.000 Meter hoch ist. Im Winter sind die Berge regelmäßig mit Schnee bedeckt.

Die Niederschläge pro Jahr liegen bei etwa 390 Millimeter, das ist genug für das Wachsen der Pflanzen und das benötigte Trinkwasser.

Die Tierwelt in diesem Nationalpark besteht überwiegend aus Zebras, Kuh- und Elanantilopen, Weißschwanzgnus, vereinzelten Spitzmaulnashörnern sowie Bergried- und Springböcken. Auch Sträuße, Geparden und Kudus leben in diesem Nationalpark.

Die ursprüngliche Idee war, das Bergzebra vor der Ausrottung zu bewahren. Nach der Einrichtung des Parks lebten hier sechs Zebras, im Jahr 1949 gab es nur noch zwei Stück. Danach wurde ein Schutzprogramm eingerichtet, mit dessen Hilfe dann der Bestand auf etwa 370 Tiere angewachsen ist.

Besonders beliebt sind hier auch Klettertouren, Pferdeausritte oder Wanderungen. Eine beliebte Tour ist der „Mountain Zebra Hiking Trail". Dabei handelt es sich um eine Rundwanderung mit einer Dauer von drei Tagen, die zudem die Besichtigung einer einmaligen Granitfelsenformation beinhaltet.

Es befindet sich ein Campingplatz im Nationalpark, weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in einem Camp im Park. Es ist ein schönes, liebevoll restauriertes Farmhaus. Auch ein Lokal, ein Schwimmbad sowie Räume für Konferenzen sind hier vorhanden.

Am besten bereist man den Park im Herbst oder im Frühjahr. Zu diesen Zeiten hat man die angenehmsten Temperaturen. Während der Sommermonate kann es vor allem mittags bis zu über 40° C heiß werden, die Winter hingegen, können Temperaturen vorweisen, die nachts bis unter den Gefrierpunkt sinken.

Der Park kann in zwei Abschnitte aufgeteilt werden. Auf etwa 28 Kilometern kann man vom Camp aus eine Rundfahrt nach Süden unternehmen und das bewaldete Wilgeboom-Tal erkunden. Über eine Straße gelangt man auf die Doornhoek Cottage, bekannt durch die Verfilmung der Geschichte einer afrikanischen Farm. Hier schließt sich dann ein gemütlicher und zugleich schattiger Platz an, der zu einer Rast einlädt.

Vor Wilgeboom kann man eine Nordtour starten, die auf die Rooiplaat-Hochebene führt. Es handelt sich um einen steilen Weg, aber die Beobachtung der Tierwelt ist auf alle Fälle lohnenswert.

Ein Besuch in diesem Park lohnt sich immer, am besten kommt man aber spätnachmittags oder gleich frühmorgens. Geöffnet ist der Mountain Zebra National Park zwischen Oktober und April täglich in der Zeit von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr. In den Monaten von Mai bis September hat er von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Für Touren im Park benötigt man eine Genehmigung, die am Eingang des Parks zu bekommen ist. Es ist auch möglich bereits im voraus (bis zu einem Jahr) eine Reservierung für einen Besuch im Park vorzunehmen. Zuständig dafür sind die „South Africa National Parks“ in Pretoria.
Remo Nemitz