Addo-Elefanten-Nationalpark (Südafrika)



Addo-Elefanten-Nationalpark (Addo-Elephant-Park), Südafrika

Die Gründung des Addo-Elefanten-Nationalpark erfolgte im Jahr 1931. Seine Lage ist im Sunday River Tal, etwa 73 km nördlich von Port Elizabeth in Südafrika, im Südosten der Kap-Provinz, seine GPS-Koordinaten sind: 33º 26′ 73.5″ Süd - 25º 43′ 78.5″ Ost. Die Größe des Parks umfasst in etwa 360.000 Hektar.

Ende des 19. Jahrhunderts waren die Elefanten durch Elfenbein-Jäger in Südafrika fast ausgerottet. Heute leben eine Vielzahl von diesen „grauen Riesen“ hier im Addo-Elefanten-Nationalpark und sind zusammen mit Nashörnern, Löwen, Büffel und Leoparden zur Hauptattraktion geworden. Außerdem gibt es hier Schabrackenschakale, Affen, Kudus, Zebras und diverse Antilopenarten, darunter die Elenantilope. Eventuell kann man auch ein Warzenschwein oder eine Hyäne sehen. Auch eine äußerst vielfältige Vogelwelt hat sich im Addo-Elefanten-Nationalpark niedergelassen. Dazu gehören unter anderem Raub- und Sturmvögel oder der Strauß, zudem leben Reptilien und Frösche im Park.

Auch die Pflanzenwelt in diesem südafrikanischen Park ist nicht zu vergessen. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Pflanzen wachsen und blühen hier. Besonders bekannt und am häufigsten vorkommend, ist der Speckbaum (Portulacacia Afra). Er ist eine Lieblingspflanze der Elefanten und Büffel. Es wurde ein „Speckbaum-Wanderweg“ angelegt, für den man  etwa vier Stunden Zeit einplanen sollte und auf dem man die typische Vegetation des Parks genauer unter die Lupe nehmen kann.

Im Addo-Elefanten-Nationalpark gibt es fünf verschieden Ökozonen, dabei handelt es sich um Waldgebiet, Grasland, Wüste, Fynbos (für den Südwesten von Südafrika typisch) und Subtropen. Im Park gibt es auf zudem das größte Küstendünengebiet, das die südliche Halbkugel zu bieten hat.

Im gesamten Park gilt, dass Tiere hier immer vorgehen. Das gilt auch für den Pillendreher. Dabei handelt es sich um einen braun-schwarzen Käfer, der die Größe eines Ein-Euro-Stückes hat. Aus Elefantendung dreht er eine Kugel, darin legt das Weibchen später seine Eier ab. Es wird daher auch im ganzen Park darauf hingewiesen, dass Elefanten-Misthaufen zu umfahren sind.

Der Addo-Elefanten-Nationalpark ist ganzjährig geöffnet. Trinkwasser in Form von Leitungswasser ist überall vorhanden. Auch Übernachtungs- und Tankmöglichkeiten bietet der Park. Zudem findet man Picknickmöglichkeiten vor, die mit Grill ausgestattet sind, ein Restaurant, einen Snackshop und Einkaufsmöglichkeiten. Wer hier übernachtet, hat die Möglichkeit den Pool zu benutzen.

Als Freizeitaktivitäten bieten sich Wanderungen (von einer Stunde bis mehrtägig), Vogelbeobachtungen, Ausflüge zu Pferd, Safaris und geführte Touren sowie 4x4-Fahrten an. Auch Menschen mit Behinderung können den Park gut besuchen.

Beim Packen sollte man an gutes Schuhwerk denken und auch das Fernglas nicht vergessen. Bitte keine Zitrusfrüchte mit in den Park bringen, da Elefanten diese in den Fahrzeugen oder Unterkünften aufstöbern. Ein Insektenspray mitzubringen ist sinnvoll, es sind keine besonderen Impfungen erforderlich, das Gebiet ist frei von Malaria.

Die Sommermonate von November bis März sind oft heiß, es kann Temperaturen bis zu über 35° C geben. Der Winter ist als Reisezeit sehr angenehm, es gibt selten Frost, doch kann es in den Tälern häufig neblig sein. Nachts können die Temperaturen auf etwa 0° C sinken. Im Frühjahr und Herbst ist die Zeit mit den meisten Niederschlägen, regnen kann es aber zu jeder Zeit.

Buchungen für Touren oder Übernachtungen können bei der Organisation „South African National Parks“ vorgenommen werden. Hier bekommt auch eine Fülle von weiteren Informationen.

Für das Jahr 2010 ist eine Erweiterung durch ein Meeresschutzgebiet geplant, Dadurch sollen dann zu den bereits dort lebenden Tieren auch noch Wale und der Weiße Hai dazukommen. Eine einzigartige Bereicherung und bisher ist der Addo-Elefanten-Nationalpark der einzige Park in ganz Südafrika, für den ein solches Vorhaben vorgesehen ist. Somit wird man zukünftig in diesem Nationalpark nicht nur die „Big Five“, sondern die „Big Seven“ bestaunen können.
Remo Nemitz