Skelettküsten-Nationalpark (Namibia)



Skelettküsten-Nationalpark in Namibia

Der Skelettküstenpark (Skeleton Coast National Park) erstreckt sich vom Ugab-Fluss in Richtung Norden zum Kunene und teilt sich in zwei Zonen. Er gehört zu den unberührtesten Wildnisgebieten in Namibia. Seine Sandbänke sind sehr bekannt geworden und viele Schiffwracks sind hier gestrandet. So hat die Küste den Namen Skelettküste oder auch „Grab der Weißen“(„Witman se graf“) bekommen. Die Größe des gesamten Naturschutzgebietes beträgt etwa 16.850 km² und hat seine östliche Grenze am Kaokoveld. Im Jahr 2009 ist der Skelettküstenpark im „Namib-Skelettküsten-Nationalpark“ aufgegangen. Der Park weist hauptsächlich graue Kiesfläche auf, etwa 100 km nördlich vom Eingang bei Torra Bay, kommen dann die ersten Dünenfelder hervor.

Wer sich den Abschnitt der nördlich des Hoanib-Fluss anschauen möchte, sollte sich unbedingt einer Safari anschließen, alleine darf dieser Teil des Parks nicht erkundet werden. Der Abschnitt in der südlichen Hälfte des Parkes ist auch mit einem normalen Auto befahrbar. Einen einfachen Campingplatz gibt es in der Torra Bay und auch nur hier ist das Campen erlaubt. Außerdem findet man Bungalows in der Terrace Bay. Wer den Park als Tagesbesucher betritt, darf nicht nach Terrace Bay oder Torra Bay. Der Park darf nach 15.00 Uhr nicht mehr betreten werden und man muss auch bis 17.00 Uhr den Park wieder verlassen haben. Einen Schein, der diesen Tagesausflug in den Park zulässt, bekommt man in Ugabmund, am Parkeingang oder in Springbockwasser.

Zutritt zum Park bekommt man vor dem Ugab, nördlich der „Meile 108“ gelegen. Beim Fluss Ugab handelt es sich um einen der größten, die es in der Namib gibt.

Wer übernachtet, hat einen Buchungsbeleg vorzuweisen, der für Torra Bay oder Terrace Bay gelten muss. Auch hier gibt es Zeitvorgaben. Bis spätestens 15.00 Uhr muss man in Ugabmund und bis spätesten 17.00 Uhr in Springockwasser angekommen sein. Nur so ist sichergestellt, dass man auch rechtzeitig im Rastlager angekommen ist. Die Kosten für die Unterkünfte an der Terrace Bay beinhalten das Frühstück und für Angler steht eine Tiefkühltruhe bereit, deren Nutzung ebenfalls im Preis enthalten ist. Es gibt eine Tankstelle, ein Geschäft und ein Restaurant, Angeln ist nur an dafür extra ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Die Unterkünfte in der Torra Bay sind vom 1. Dezember bis 31. Januar geöffnet. Besucher müssen Verpflegung und weitere Ausrüstung selbst mitbringen. Es gibt eine Tankstelle, Wasser und Feuerholz.

Es ist nicht erlaubt, Haustiere mitzubringen, außerdem sind keine Motorräder gestattet und das Abweichen von ausgeschilderten Straßen ist ebenfalls zu unterlassen.

Der Skelettküstenpark liegt inmitten der Namib-Wüste, daher ist die Vegetation auf größere Flussläufe und Flussniederungen beschränkt. Die Tierwelt ist nicht sehr vielfältig. Außer ein paar Springböcken, Schakalen, Sträußen und Oryx leben nicht viele grössere Tiere hier.

Eine Wanderung mit einem erfahrenen Führer entlang des Ugabfluss wird regelmäßig in den Monaten von April bis Oktober angeboten. Dabei handelt es sich um eine Strecke von etwa 50 Kilometern, die an drei Tagen erwandert wird. Wichtig ist, dass Teilnehmer ihre Nahrung und auch die Ausrüstung selbst mitbringen müssen und auch vorab anmelden müssen. Auch an ein Attest, das die körperliche Fitness für eine solche Wanderung ausweist, ist erforderlich und muss rechtzeitig vorliegen.

Natürlich sollte man sich unbedingt unbedingt die Schiffwracks ansehen, die an der Küste gestrandet sind, auch eine Erkundung mit dem Flugzeug ist möglich und sicherlich zu empfehlen. Nicht verpassen sollte man die Barchandünen, die im Norden der Skelettküste liegen und auch die Sarusas Springs sollte man sich nicht entgehen lassen, dabei handelt sich um eine stets sprudelnde Quelle. Viele Sumpfvögel kann man auch bei „Clay Castles“ beobachten, die einen Besuch ebenfalls lohnen.

Einen Abstecher durch den Skelettküstenpark kann man als Ausgangspunkt für eine Weiterfahrt nach Twyfelfontein nutzen.
Remo Nemitz