Etosha Nationalpark in Namibia



Der Etosha Nationalpark, der "große weiße Platz des trockenen Wassers" bedeckt mehr als 20.000 qkm. Er besteht hauptsächlich aus der Etosha-Pfanne, einer meistens trockenliegenden weißlich schimmernden Ebene. Etosha gilt heute als einer der besten Tierbeobachtungsplätze in Afrika. Sehen Sie hier die Landkarte vom Etosha Nationalpark.

Überblick

Die ersten Europäer in Etoha waren die Händler und Entdecker John Andersson und Francis Galton, die Namutomi 1851 erreichten. Allerdings dauerte es bis zum 20. Jahrhundert, bis sich Besucher für das Gebiet interessierten. Der Gouverneur von Deutsch-Südwest-Afrika, Dr. von Lindequist, bemerkte den Rückgang der Tierzahlen im heutigen Etosah-Gebiet und gründete ein 99.526 qkm großes Schutzgebiet. Die Grenzen dieses Gebiets wurde in den folgenden Jahren immer enger gezogen, die Größe des Etosha-Nationalparks ging bis 1970 auf die heutige Größe von 23.175 qkm zurück. 1973 wurde der Park komplett eingezäunt. Durch künstliche Bohrlöcher stieg der Wildbestand im Park stark an. National Geographic schrieb im März 1983: „Selbst als Etosha zusammenschrumpfte, stieg der Wildbestand innerhalb des verbleibenden Gebietes erheblich. Wie? Nichts leichter als das. Man braucht nur Wasser hinzuzufügen“.

Fauna

ZebrasDer Park hat über 340 Vogel-, 110 Reptil- und 100 Säugetierarten, darunter ungefähr 2.500 Elefanten, 300 Spitzmaulnashörner (eine der größten Populationen in Afrika), 7.000 Zebras, 26.000 Gnu- und vier seltene Antilopenarten - das Schwarznasenimpala, das Damara Dik-Dik, das Suni und im Westen die Roan-Antilope. Es gibt große Populationen von Fleischfressern. Die Säugetiere kann man am besten im August und September beobachten, während Ornithologen die Zeit von November-April am produktivsten finden werden.

Für den "normalen" Besucher sind nur die östlichen zwei Drittel des Etosha-Nationalparks geöffnet. Das westliche Drittel ist exclusiv für Tourveranstalter reserviert. Alle Straßen sind ohne Allradantrieb befahrbar.

Im Park gibt es drei Camps, alle mit einer Informationstelle und Geschäften, die u.a. Grundnahrungsmittel verkaufen.

Besucher müssen Etosha über das Lindequist, Anderson oder King Nehale-Gate befahren. Hier gibt es auch die Eintrittspermits.
Die am Eingang erhaltenen Permits müssen in den Camps vorgezeigt werden, wo man die Campinggebühren oder noch ausstehende Eintrittspreise bezahlt.

In den südafrikanischen Schulferien (von Mitte Dezember bis Mitte Januar, Ostern, Juli bis Anfang August, Mitte Oktober) ist es sehr empfehlenswert, die Übernachtungsplätze im Camp im Voraus zu buchen. Die Camps dürfen erst nach Sonnenaufgang verlassen werden, im Camp muss man vor Sonnenuntergang sein.

Camps: die drei Camps Okaukuejo, Halai und Namutoni liegen jeweils etwa 70 km voneinander entfernt. In allen gibt es ein Restaurant, eine Bar, ein Geschäft mit Nahrungsmitteln, Wasser, Karten, Souveniers, einen Swimmingpool und eine Tankstelle.

Im Etosha-Nationalpark

Vorausbuchungen sind grundsätzlich zu empfehlen, absolut nötig in den südafrikanischen Schulferien (siehe oben): Namibia Wildlife Resorts (NRW); reservations@mweb.com.na, Tel: 285 7000)

Ausserhalb vom Etosha-Nationalpark

Vorausbuchungen bei den folgenden privaten Lodges werden ebenfalls empfohlen.

Toshari Inn: liegt 27 km vom Anderson Gate entfernt. Kontakt: toshari@out.namibi.com
Mokuti Lodge: 2 km vom Lindequist-Gate entfernt.
Mushara Lodge: 8 km vom Lindequist-Gate entfernt.
Etosha Aoba Lodge: 10 km vom Lindequist-Gate entfernt.
Hobatere Lodge: befindet sich im Westen von Etosha.
Ongava Lodge: befindet sich auf einer privaten game reserve in der Nähe vom Andersson Gate.
 
Anreise
 
Air Namibia fliegt täglich vom Eros Flughafen in Windhoek zum Flugplatz beim Lindequist Gate.
Von Tsumeb ist das Haupteingangstor das Lindequist Gate, von Outjo ist es das Andersson Gate. Öffentlichen Transport in den Park gibt es nicht, man muss entweder ein Auto mieten oder bei einem Touranbieter buchen.
Remo Nemitz