Reiseinformation und Reisewarnung Uganda



Auswärtiges Amt, letzte Änderung 28.01.2008

Aktuelle Hinweise

Ebola hämorrhagisches Fieber (EHF): Der Ausbruch im Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DRC, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, der im August 2007 begann und im November/Dezember seinen Höhepunkt erreichte, ist abgeklungen. Insgesamt sind 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25%).

Zwar wurde am 22.01 einer neuer Verdachtsfall im Arua - Distrikt an der Grenze zur DRC gemeldet, Untersuchungsbefunde aus den Referenzlaboratorien stehen noch aus. Der letzte eindeutig nachgewiesene Krankheitsfall stammt von Ende Dezember. Alle Kontaktpersonen wurden aus der Überwachung entlassen und die Quarantänestation geschlossen, nachdem die erste Frist von 21 Tagen als maximal mögliche Inkubationszeit am 13. Januar abgelaufen war. Doch erst nach einer weiteren Inkubationsperiode von 21 Tagen zu Beginn des Februars beabsichtigt die WHO die Beendigung des Ebola-Ausbruchs offiziell zu erklären.

Zum ersten Mal in der Geschichte des EHF liegt ein Infektionsgebiet in einer touristisch erschlossenen Region. Besucher des Rwenzori-Gebirges und der Wildreservate einschließlich des Queen Elizabeth und Kibaale Nationalparks sind nicht gefährdet, sofern sie die für den organisierten Tourismus vorgesehenen Orte einschließlich der dazugehörigen Verkehrsmittel und Unterkünfte nicht verlassen.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes rät allen Reisenden, die weitere Entwicklung anhand aktueller Meldungen in den Medien oder über die Reiseveranstalter zu beachten und zumindest private, nicht-organisierte Reisen in das Infektionsgebiet vorerst noch zu unterlassen.

Der Kontakte mit kranken Menschen und ihren Körperflüssigkeiten vor Ort sowie die Berührung von medizinischen Abfällen ist unbedingt zu vermeiden. Auch sollte man den engen Kontakt zu Wildtieren einschließlich Primaten („Streichelzoo“) sowie Buschfleisch („bush meat“) unterlassen.

Aktuelle Hinweise zu Ebola in Uganda veröffentlich die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf folgender Website: www.whouganda.org.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.

Kriminalität

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat.

Reisen über Land

Im Zentrum Kampalas kann es zu Demonstrationen kommen, die für den Ausländer nicht vorhersehbar sind, da sie in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt werden. Dabei wird Tränengas eingesetzt, und es kann zu Todesfällen kommen. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von der Innenstadt im allgemeinen und von den Demonstrationen im besonderen fern zu halten .

Vor Reisen nach Norduganda (Distrikte Gulu, Kitgum, Pader, Lira, Apac) sollte bis auf weiteres die Botschaft in Kampala um Rat gefragt werden. Seit Beginn der Friedensverhandlungen zwischen der ugandischen Regierung mit der "Lord’s Resistance Army" hat sich die Sicherheitslage verbessert. Übergriffe auf Reisende können aber weiter nicht definitiv ausgeschlossen werden.

Die Sicherheitslage in der Region West Nile (Distrikte Nebbi, Arua, Moyo, Yumbe) ist derzeit stabil. Reisen mit dem Kraftfahrzeug sind möglich; es wird jedoch Anreise per Flugzeug (Flugplätze in Arua und Moyo) empfohlen.

Von Reisen in die Karamoja Region im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) sollte zur Zeit unbedingt Abstand genommen werden, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).

Von Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo von einschließlich dem südlichen Teil des Albert-See bis zur Grenze zu Ruanda wird aufgrund von bewaffneten Kämpfen auf der kongolesischen Seite abgeraten. Das betrifft insbesondere den Distrikt Bundibugyo und die dort gelegene Semliki Wildlife Reserve sowie den Semliki National Park. Übergriffe von kongolesischen Kämpfern nach Uganda können nicht ausgeschlossen werden. Reisen in die Nationalparks Murchison Falls, Queen Elisabeth und Rwenzori sind aber möglich. Vor Anreise zum Nationalpark Bwindi wird angeraten, sich über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Reisen in die übrigen Landesteile Ugandas erfordern weiterhin ein gewisses Maß an Vorsicht.

Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können zusätzlich bei der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug) und beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.

Straßenverkehr / Fahrten zum Flughafen Entebbe

Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.

Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Allgemeine Reiseinformationen

Ohne englische Sprachkenntnisse ist eine Reise nach Uganda schwierig.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.

Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.

Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.

Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen,

Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor nachgefragt werden.

Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.

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