Sao Tomé und Príncipe: Reisen im Land



Flugzeug: Die nationale Fluggesellschaft Air São Tomé fliegt dreimal wöchentlich von Sao Tomé zur Insel Principe (Flugzeit etwa 40 Minuten). Frühzeitige Reservierungen werden empfohlen.
Die Fluggesellschaft selbst fliegt mit einem Flugzeug der südafrikanischen Naturelink und führt nur noch die organisatorische Abwicklung der Flüge durch. Man fliegt in einem zweimotorigen Propellerflugzeug mit 18 Plätzen. Die Tickets kann man mit Visa-Karte in der Banco Internacional bezahlen. És empfiehlt sich, seine Kontaktadresse (Name der Pension), zu hinterlassen, falls sich Flugdaten änderen.
 
Schiff: im Abstand von einigen Tagen fahren Frachtschiffe zwischen den beiden Hauptinseln, die sowohl Personen als auch Waren transportieren. Allerdings wird vor einer Überfahrt gewarnt, da immer wieder Boote in Seenot geraten.
Von Porto Allegre auf São Tomé aus kann man nach Rolas übersetzen. Die Boote fahren in der Bucht gegenüber, hinter Malanza ab, die Preise sind allerdings sehr hoch.

Pkw: Das Straßennetz der Inseln ist nur zu geringen Teilen asphaltiert. Geländewagen mit Allradantrieb sind oft bei Fahrten außerhalb der Städte nötig. Minibusse fahren vom Mercado Municipal mehrmals täglich in die Orte im Norden und Süden von Sao Tomé. Allerdings weiss kaum jemand, wann genau sie fahren.

Taxis sind ebenfalls vorhanden. Mietwagen kann man bei Navetur-Equator, Mistral Voyages oder über das Marlin Beach Hotel mieten. Unterlagen: der Internationale Führerschein wird gefordert.

Es ist möglich, am Mercado Municipal Fahrräder zu mieten. Dazu kann man z.B. auf Príncipe Angestellte in den Pensionen fragen, die sich gerne bemühen, jemanden zu finden, der sein Fahrrad verleiht. Die Fahrräder sind jedoch normalerweise nicht im besten Zustand sind und die Straßen etwas weiter draußen schlecht werden, so daß man dort möglicherweise nicht mehr fahren kann, weil sich die Räder vor lauter Schlamm nicht mehr drehen. Erkundigen Sie sich vorher nach dem Zustand der Straße. Terra batida (gewalzte Erdstraße) läßt sich relativ gut befahren. Die Preise orientieren sich an Ziel und Dauer des Ausfluges. Da die Entfernungen auf Príncipe relativ klein sind, kann man viele Ziele auch zu Fuß erreichen.

Die Transportmöglichkeiten unterscheiden sich auf São Tomé und Príncipe recht stark. Auf São Tomé stehen die Sammeltaxis im Vordergrund. In Richtung São João dos Angolares und Neves sind es eher einfache Kleinbusse, während es in Richtung Trinidade mehr normale PKW sind. Touristen werden natürlich die teureren Individualtaxis angeboten. Vor der Abfahrt sollte man immer zuerst nach dem Preis bis zum Ziel fragen.
Eine Ausnahme sind die Fahrten vom oder zum Flughafen. Bei der Ankunft ist es empfehlenswert, ein Taxi zu nutzen, da man sich noch nicht auskennt und schnell von Leuten umringt wird, die etwas verkaufen wollen. Falls man bei der Abreise frühmorgens am Flughafen sein muss, kann man den Fahrt mit einem Taxifahrer am Tag zuvor vereinbaren.
Für alle anderen größeren Ziele gibt es fast immer Sammeltaxis, wobei es stets einfacher ist, aus der Stadt herauszukommen als wieder zurück. Bei der Rückfahrt sollte man bedenken, daß es gegen 18:00 dunkel wird und man bis dahin eine Transportmöglichkeit gefunden haben sollte. Die Fahrt in einem Sammeltaxi ist normalerweise nicht gemütlich, da die Fahrzeuge grundsätzlich mit Menschen und Fracht überladen werden. Es ist aber auch eine gute Gelegenheit, Leute und Lebensweise kennenzulernen. Die weiter entfernten Ziele wie Santa Catarina und Porto Allegre werden nur ein- bis zweimal am Tag (an Sonn- und Feiertagen garnicht) angefahren. Für die Rückfahrten sollte man direkt bei der Ankunft vor Ort (oder beim Fahrer der Anreise) nachfragen wann und wo die Taxis abfahren. Auf São Tomé bekommt man manchmal als Europäer freundlich angeboten, mitgenommen zu werden und man gewinnt den Eindruck, daß die Autobesitzer gerne einmal jemanden aus dem Ausland kennenlernen wollen. Diese Mitfahrgelegenheiten sind allerdings oft nicht besonders bequem, da man manchmal auf der Ladefläche eines Pickup oder LKW sitzen muss.
 
Auf Príncipe gibt es dagegen kaum Autos. Hier bestehen nur wenige Transportmöglichkeiten. Zwar kann man vereinzelt Autos mit Fahrer mieten, einfache Fahrten können dann aber je nach Dauer 25 bis 30 Euro kosten. Für viele interessante Ziele ist ein Auto allerdings nötig.
Bei der Ankunft auf Príncipe kann man sich von den Angestellten seiner Pension abholen und oft auch wieder zum Flughafen zurück bringen lassen – beides sollte kostenlos sein. Es gibt ganz vereinzelt Sammeltaxis, die am alten Fischmarkt in Richtung Flughafen fahren. Die Abfahrtszeiten sind jedoch nie klar, am besten sollte man Wartende am Fischmarkt fragen.
 

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Remo Nemitz