Region Karas (Namibia)



Karas - Region in Namibia

Die Region Karas ist die flächenmässiggrößte der 13 Regionen Namibias, hier leben aber die wenigsten Einwohner. Karas liegt im südlichen Teil des Landes. Der Name der Region leitet sich vom Köcherbaum ab.

Leben und Reisen in Karas

Keetmanshoop ist die Regionshauptstadt und auch die am häufigsten von Touristen besuchte Stadt in der Region. Wer Verwaltungsangelegenheiten erledigen will, muss in der region Karas immer nach Keetmanshoop.

Eine touristische Attraktion in Karas ist die Geisterstadt Kolmanskuppe. Diese Stadt existierte eine ganz Weile, doch dann ging nach und nach die Bevölkerung zurück. Heute stehen die verlassenen Gebäude so da, als würden deren Bewohner bald wieder zurückkehren.
Karas Karte NamibiaAls weitere Sehenswürdigkeiten gelten auch der Fisch River Canyon und der Köcherbaumwald, von desen Gewächsen die Region ihren Namen hat. Wer sich den beeindruckenden Canyon ansehen möchte, der sollte schwindelfrei sein. Es geht hier streckenweise sehr steil hinunter. Für Personen mit Höhenangst ist ein Canyon-Ausflug weniger zu empfehlen. Der Canyon ist der zweitgrößte der Welt und eines der Nationalen Denkmäler von Namibia.

Doch auch den Köcherbaumwald, sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier findet man eine beeindruckende Landschaft vor. Schon am 1. Juni im Jahre 1955 wurde der Köcherbaumwald zum Naturdenkmal ernannt. Heute kommen zahlreiche Touristen aus aller Welt her, um diesen imposanten Wald zu besichtigen.

Die Vegetation der Region Karas

Da sich Karas sehr weit erstreckt und den gesamten Süden des Landes einnimmt, findet man hier mehrere Vegetationstypen. Der Westen von Karas liegt am Atlantischen Ozean an. Hier hat man als Tourist kaum Zugang, denn am Küstenstreifen ist ein Diamantensperrgebiet eingerichtet worden. Hier werden überwiegend Diamanten abgebaut, was auch eine der Haupteinnahmequellen der Region ist, selbst wenn die Bevölkerung vom Verkaufserlös nur einen minimalen Anteil erhält.

Weite Teile des Sperrgebietes sind wüstenartig und durch einzelne Gebirge abgeteilt. Unter anderem erheben sich hier die Klinghardtberge. Die kleinen Inseln, welche an der Küste vorgelagert liegen, nennen sich Pinguininseln. Sie gehören zum größten Teil zur Region Karas.
Im Gegensatz zum Sperrgebiet kann man hier als Reisender durchaus Halt machen. Der Anblick der unwirtlichen Landschaften ist überaus faszinierend.

Im Osten des Sperrgebiet liegen große Gebirgszüge mit hohen Randstufen. Die größten Gebirge bilden die Tirasberge und die Hunsberge. Diese sind auch für geführte Wanderungen sehr zu empfehlen. Wegen dem teilweise sehr unwegsamen Gelände, sollte man sich jedoch nicht alleine auf den Weg machen, sofern man das Gebiet nicht wirklich kennt. Der Osten der Region grenzt an die Kalahari.

Die Menschen in Karas leben überwiegend vom Fischfang. Wichtige Wirtschaftszweige in Karas sind natürlich der Diamantenabbau und Bootsbau.

Remo Nemitz