Reiseinformation und Reisewarnung Madagaskar
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Auswärtiges Amt, letzte Änderung 25.02.2008
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist z.T. streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
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