Gesundheit und Krankheiten auf Reisen in der Republik Kongo



In der Republik Kongo kommt es immer wieder zu einzelnen Ebolaausbrüchen, der letzte Ausbruch fand 2003 statt, die letzten einzelnen Erkrankungen sind seit Ende April 2005 in der Cuvette Ouest Region (in Etoumbi sowie Mbomo) aufgetreten. Diese Erkrankung ist hochfieberhaft, mit Blutungen einhergehend und führt häufig zum Tod. Eine Übertragung kann durch Kontakte mit kranken Personen und deren Ausscheidungen stattfinden. Da die betroffene Region sehr abgelegen an der Grenze zu Gabun liegt ist sie kein Reiseziel. Eine Gefahr für Kongo-Reisende besteht laut Auswärtigem Amt daher nicht.

Die medizinische Versorgung in der Republik Kongo (auch in der Hauptstadt Brazzaville sowie Pointe-Noire) ist nicht vergleichbar mit europäischen Standards. Bringen Sie unbedingt eine eigene Reiseapotheke mit. Oft fehlen ausreichend ausgebildete sowie englisch- bzw. französischsprachige Ärzte.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für Reisen in die Republik Kongo als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A und Hepatitis B, Typhus und Meningitis. Bei besonderer Exposition (z.B. Landaufenthalt, Jagd oder Jogging) kann ein Impfschutz gegen Tollwut sehr sinnvoll sein. Eine gültige Gelbfieber-Impfung ist zur Einreise vorgeschrieben, gelegentlich muss der Nachweis einer gültigen Cholera-Impfung bei Einreise vorgelegt werden.

HIV / Aids ist im Lande ein enormes Problem und stellt eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen dar: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein großes Risiko darstellen.

Viele Infektionskrankheiten und zum Teil gefährliche Durchfälle können durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) sowie durchgehenden Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) vermieden werden. Hierzu zählt auch Malaria.

Über das ganze Jahr besteht in der Republik Kongo ein hohes Malaria-Risiko. Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Malaria ist der Schutz vor Mückenstichen durch angepasste Kleidung, Verwendung von mückenabweisenden Hautmitteln, möglicherweise Moskitonetzen oder Ähnlichem. Für eine medikamentöse Prophylaxe sind unterschiedliche verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone®, Doxycyclin, oder Lariam® im Handel. Besprechen Sie Notwendigkeit, Auswahl, individuelle Dosierung, mögliche Nebenwirkungen und eventuelle Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor Antritt der Reise unbedingt mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner.

Als sinnvoller Impfschutz für Reisen in der Zentralafrikanischen Republik wird empfohlen: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A und Hepatitis B, Typhus und Meningitis. Bei besonderer Exposition (wie Landaufenthalt, Jagd oder Jogging) kann auch ein Impfschutz gegen Tollwut sehr sinnvoll sein. Eine gültige Gelbfieber-Impfung ist zur Einreise vorgeschrieben, manchmal muss auch der Nachweis einer gültigen Cholera-Impfung bei der Einreise gebracht werden. Eine Malaria-Prophylaxe wird dringend angeraten.

Bitte beachten Sie neben meinem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

 

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Remo Nemitz