Nairobi



Nairobi

Am Fluss Athi liegt die Stadt Nairobi, die zu den höchstgelegenen Hauptstädten in Afrika zählt. Diese Stadt hat für afrikanische Verhältnisse ein eher angenehmes Klima, in dem sich die europäischen Touristen sehr wohlfühlen.

Bei angenehmen 16,8 bis 20,5 Grad Celsius herrscht trotz des tropischen Klimas ein erträgliches Wetter. Im Jahr 1896 entstand aus einem Eisenbahnlager mit Versorgungsdepot die heutige Stadt Nairobi. Von Mombasa aus wurde bereits im Jahre 1895 mit dem Bau einer Eisenbahnlinie begonnen, die die Küste und Uganda miteinander verband. Der erste Stadtrat bildete sich im Jahre 1901, obwohl zu dieser Zeit die Stadt eher noch den Charme eines gewaltigen Zeltcamps hatte. Zur Hauptstadt der späteren Kolonie Kenia (bis 1920) wurde Nairobi 1907 und befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem großen Wachstum.

Da Nairobi eine sehr international geprägte Stadt ist, haben hier auch einige humanitäre und Umweltorganisationen ihre Sitze. Diese wären die Vereinten Nationen, die UN, die FAO oder die UNEP.

Sehenswürdigkeiten Nairobis
Die City Hall ist das Rathaus von Nairobi und befindet sich am City Square. Am Ende des großen Platzes steht eine Statue des ehemaligen Präsidenten Jomo Kenyata. Eine gute Aussicht auf die gesamte afrikanische Stadt hat man vom I.C.E.A-Building.

Der Hauptsitz der Regierungspartei befindet sich in dem 1974 erbauten Kenyatta International Conference Center der Stadt. Mit seinem 105 Meter Höhe ist es das einzige große Konferenzhaus Kenias. Wie ein gewaltiger Spiegel wirkt das Lornho Haus auf Besucher der City von Nairobi. Dieser Bau ist ein Wolkenkrater, der vollkommen mit Spiegelglas verkleidet ist. Obwohl der Bau des Parliament Building keinen besonderen Eindruck bei seinem Betrachten hinterlässt, birgt er jedoch in seinem Inneren einige Kunstschätze. Der ganz besondere Höhepunkt des Gebäudes ist sein Garten. In diesem befindet sich das Mausoleum von Jomo Kenyatta, welches von einer Ehrengarde bewacht wird.

Museen
Das Bomas of Kenya ist das Volkskundezentrum von Nairobi, in dem sich viele winzige afrikanische Dörfer befinden. Da die meisten von ihnen unbewohnt sind, werden in ihrem Inneren ein reger Handel mit Souvenirs und Gegenstände des täglichen Lebens betrieben. Besonders sehenswert sind die dort aufgeführten traditionellen Tänze der einheimischen Bevölkerung.
Die Gallery Watatu ist eine Verkaufsgalerie in der von über dreißig afrikanischen Künstlern Werke ausgestellt werden. Eine der zweifellos beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Nairobis ist das National Museum of Kenia. Außer den vielen geologischen Ausstellungstücken und ausgestopften Tieren befindet sich der berühmte Lieblingselefant des ehemaligen Präsidenten Kenyatta Ahmed im Museum.
In anderen Abteilungen des Museums werden prähistorische Exponate und moderne kenianische Kunst ausgestellt.
 
Im Jahr 1906 wurde im klassizistischen Stil die Bank of India erbaut. Heute beherbergt dieser Bau eine Privatsammlung des ehemaligen Vizepräsidenten Joseph Murambi. Diese beinhaltet unter anderem Masken, Trommeln, Teppiche und Gemälde.
Der kenianische Künstler Elimo Njaus gründete das Atelier Payapaa Arts Centre, in dem begabte Maler und Bildhauer die Möglichkeit erhalten, an ihren Kunstwerken zu arbeiten.
In dem Railway Museum bekommt der Besucher einen grandiosen Einblick in die Geschichte der Uganda-Bahn. An Hand vieler beeindruckender Fotos und Erinnerungsstücken wird an die Entstehung der Bahnlinie erinnert.

Opernhäuser und Theater
In den Theatern von Nairobi werden von Amateuren Produktionen weltberühmter Theaterstücke aus aller Welt aufgeführt. Die Theater, die man unbedingt einmal aufsuchen sollte, sind das Braeburn Theater auf der Litanga Road, das Kenya National Theater auf der Harry Thuku Road und das Phoenix Players auf der Parliament Road.

Kirchen, Tempel und Moscheen
Im Zentrum der Stadt Nairobi liegt die Holy Family Cathedral zwischen der Kuanda Street und dem City Hall Way. Die im grün-weißen maurischen Stil erbaute Jaima Moschee ist eine der größten kenianischen Moscheen.
Da in vergangener Zeit und auch heute noch viele Inder in Nairobi leben, findet man in der Stadt auch einen Sikh-Tempel. Dieser befindet sich zwischen der Accra Road und der Luthulie Avenue. Die einzige Synagoge der afrikanischen Stadt Nairobi befindet sich im Universitätsviertel, direkt am University Way.

Grünanlagen
Der schon 1904 eröffnete City Park ist eine Oase, die 120 Hektar umschließt und der erste öffentliche Park Nairobis ist. Auf die verschiedenste Art und Weise kann man sich in diesem Park die Zeit vertreiben. So gibt es hier einen Musikpavillon, ein Labyrinth und die Basca wen Memorial Orchid Collection. Viele Büroangestellte nutzen die Pausen, um im Jewanyee Garden ihre Pausensnacks auf den wundervollen Grünflächen zu genießen. In der Nähe des National Museums liegt ein kleiner Park, in dem unter anderem Krokodile, ostafrikanische Schlangen und Schildkröten leben. Jedes Wochenende wieder trifft sich fast ganz Nairobi im Uhuru Park, auf dessen kleinen See man entspannte Fahrten mit dem Boot unternehmen kann.
Das zu Ehren des Präsidenten Moi 1988 erbaute Nyayo Monument steht im Central Park. Von dem Hügel hinter dem Monument erhält man einen beeindruckenden Ausblick auf die Skyline der Stadt Nairobi.

Wer gerne einkaufen geht, wird von Nairobi begeistert sein, da die Stadt ihren Besuchern eine Vielzahl an Märkten zu bieten hat.
Remo Nemitz