Mombasa in Kenia



Mombasa

Kenias zweitgrößte Stadt ist Mombasa. Die Stadt liegt auf Mombasa Island direkt am Indischen Ozean. Nicht nur dass es die zweitgrößte Stadt ist, sie ist auch Ostafrikas wichtigste Hafenstadt. Durch die Araber wurde im elften Jahrhundert Mombasa gegründet. In der Folgezeit erlebte Mombasa eine rasante Entwicklung, bedingt durch den Sklaven- und Elfenbeinhandel, wodurch die Stadt zu einer der wichtigsten Handelsmetropolen Ostafrikas wurde. Der erste Europäer, der nach Mombasa kam, war der Weltreisende Vasco da Cama. Zu Beginn des 16. Jahrhundert lsiedelten sich die Portugiesen in Mombasa an und wurden erst im Jahre 1698 von den Arabern aus dem Oman aus Mombasa vertrieben.
Nachdem die Araber an die Macht kamen, erklärte sich 1741 Mombasa unter der Dynastie der Maznie für unabhängig. Ab 1856 gehörte Mombasa zum Sultanat von Sansibar. 1963 erlangte Kenia seine endgültige Unabhängigkeit.
 
Ein Wahrzeichen Mombasas sind die riesigen Stoßzähne, die man schon von Weitem erkennen kann. Die Stoßzähne sind in der Form eines Torbogens aufgestellt, den man beim Betreten der Stadt durchqueren muss. Die Nyali Bridge ist eine wichtige Verbindung zum Festland, wie auch zwischen der schönen orientalischen Stadt und der Nordküste.
 
Die zwei Häfen Mombasas sind ein wundervolles Spiegelbild von Moderne und Tradition. Der kleinere, romantische Hafen liegt an der Ostseite Mombasas, wobei der wirtschaftlich wichtigere und größere bei Kilindini im Westen der Stadt liegt.
 
Ein grandioses Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert ist das Fort Jesus. Es wurde von einem italienischem Baumeister entworfen und auch errichtet. Aus diesem Grund findet man viele Stilelemente der italienischen Architektur an dem Fort. Zu Kriegszeiten diente das Fort zum teil auch als Gefängnis. Trotz mehrerer kriegerischer Konflikte überdauerte das Fort Jesu die Zeit unbeschadet bis zum heutigen Tag.
Im Jahre 1960 wurde das wunderschöne beeindruckende Bauwerk zum Nationalen Bauwerk erhoben. Seitdem steht es unter besonderem Schutz der Regierung und bietet seinen Besuchern einen tieferen Blick in die turbulente Historie Mombasas.
 
Auf dem bunten, nach verschiedenen Gewürzen Afrikas riechenden Großmärkten der Stadt herrscht immer ein sehr lebhaftes und vielsprachiges Treiben.
 
Eine der Hinterlassenschaften der ehemaligen arabischen Besatzung ist eine Vielzahl von Moscheen, die vor allem durch ihre wunderbaren orientalischen Farben und Ornamenten bezaubern.
 
Aber auch als Naturfreund kommt man auf seine Kosten. Etwa 110 Km nördlich von Mombasa liegt der zauberhafte Arabuko-Sokooke-Nationalpark. Er besteht zum größten Teil aus trockener Küstenlandschaft. In dem angrenzenden Mangroven-Überschwemmungsgebiet leben mehr als 250 unterschiedliche Schmetterlingsarten, exotische Vogelarten und vierzig verschiedene Säugetierarten.
 
Einen Ausflug sollte man unbedingt zum Kilimanjaro unternehmen. Vor allem während der Trockenzeit kann man dort die heimische Fauna näher kennenlernen. Bei dem Besuch des Berges kann man in dieser Zeit Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden beobachten. Die Besonderheit des Parks machen die fünf verschiedenen Landschaftsarten aus. So trifft man während der Tour durch den Nationalpark auf eine offene Savanne, einem blühenden Akazienwald, eine felsige Dornenlandschaft, Sümpfe und eine Marschlandschaft.
 
Von dem traumhaften Amboseli Nationalpark aus hat man einen überwältigenden Ausblick auf den Kilimanjaro. Zu der vielfältigen Tierwelt des Parks gehören unter anderem Geparden, Gerenuk, Gnus, Zebras, Hyänen, Leoparden, Löffelhunde, Massaigiraffen, Wildbüffel und Schakale.
Remo Nemitz