Ouagadougou
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Ouagadougou ist die Hauptstadt von Burkina Faso. Es ist mit über einer Million Einwohnern die größte Stadt des Landes und sein administratives, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Ouaga, wie es von den Einheimischen oft genannt wird, ist außerdem Sitz des nominell machtlosen Mogho Naaba, des Kaisers der Mossi. Die staubige und lebhafte Metropole ist bekannt als Veranstaltungsort des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO. Außerdem existiert ein dasselbe Gebiet umfassendes Departement Ouagadougou. Ouagadougou ist zugleich Stadtgemeinde (commune urbaine) als auch Departement; beide Verwaltungseinheiten umfassen das selbe Gebiet, verfügen aber über unterschiedliche Kompetenzen.
Lage
Ouagadougou liegt im Zentrum des Landes auf dem sogenannten Mossiplateau in der Region Centre und der Provinz Kadiogo. Es grenzt im Norden an Pabré, im Nordosten an die Region Plateau Central, im Osten an Saaba, im Südosten an Koubri, im Süden an Komsilga und im Westen an Tanghin-Dassouri.
Stadtbild
Ouagadougou wirkt durch seine Ausbreitung und die niedrige Bebauung wie ein gigantisches, staubiges Dorf mit typisch afrikanischer Atmosphäre und lebhaftem Treiben.
Die Stadt besitzt abgesehen von der Zentrale der Westafrikanischen Zentralbank sowie einigen Hotelbauten noch wenige große moderne Gebäude. Die Große Moschee ist eines der dominanten Bauwerke der Stadt. Einer der größten Märkte Westafrikas, der Marché Rood-Woko, dominiert das Stadtzentrum, ist nach einem Großbrand 2003 allerdings immer noch geschlossen.
Zentrum der Stadt sind neben dem Markt der rond-point des Nations-Unies und die Hauptgeschäftsstraße avenue Kwame-Nkrumah.
Große Teile der Stadt, die an ihren Rändern jährlich hunderte Meter ins Umland wächst, sind ohne Strom und fließendes Wasser, und die Mehrzahl der Gebäude ist ein- oder zweistöckig und aus Lehmziegeln gebaut.
Alle einstöckigen Gebäude in einem großen Bereich der Innenstadt wurden im Rahmen eines großangelegten Stadtentwicklungsprojektes (projet ZACA) abgebrochen und die Bewohner an den Stadtrand umgesiedelt. Ehemals dicht bebaute und lebhafte Viertel sind nun öde und ausgestorben. Am Südrand der Kapitale ist ein neues Wohn- und Verwaltungsviertel, Ouaga 2000, in Bau. Dort befinden sich der neue Sitz des Präsidenten, eine Sportarena und das künftige Nationaldenkmal.
Stadtgliederung
Die Stadt gliedert sich in die fünf Arrondissements Bogodogo, Boulmiougou, Baskuy, Sig-Noghin, Nongr-Maasom sowie 30 nach Pariser Vorbild schneckenförmig angelegte Sektoren, die nur teilweise die Gliederung in traditionelle Stadtteile, darunter Gounghin, Kamsaoghin, Koulouba, Zogona, Samandin, Paspanga und Dapoya berücksichtigen. Im Umland befinden sich 17 zum Stadtgebiet zählende Dörfer.
Klima
Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 28,8 °C. Wie der Rest des Landes unterliegt die Stadt dem Einfluss des tropisch-wechselfeuchten Klimas mit einer Regenzeit von Mai bis September und einer Trockenzeit.
Geschichte
Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert vom Volk der Yonyonsé unter dem Namen Kombemtinga gegründet, was "Stadt der Krieger" bedeutet. Im 14. Jahrhundert wurde es Hauptstadt des Mossi-Reiches. Oubri, der Enkel von Ouédraogo, dem Stammvater der Mossi, nannte die Stadt Wogdgo, was soviel wie "Kommt, mich zu ehren" bedeutet. Mit dieser Aussage bekräftigte er seinen Herrschaftsanspruch. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Wogdgo zu Ouagadougou.
Bis zur Ankunft der Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts bestand die Stadt nur aus einer Ansammlung kleiner Dörfer aus Lehmhütten. Im Zentrum lag die Siedlung des Mogho Naaba, im Umkreis diejenigen der übrigen Angehörigen des Hofstaats, den Ministern; traditionelle Chefs, denen jeweils unterschiedliche Verantwortungsbereiche zugeteilt waren.
Die Franzosen errichteten um die neue Kathedrale Stadtviertel (quartiers saints) mit modernen, zweistöckigen Gebäuden. Seither breitet sich die Metropole vom Zentrum in die Savanne aus. Ouagadougou wurde Sitz des französischen Kolonialgouverneurs und Hauptstadt der Kolonie und des später unabhängigen Staates Obervolta, der 1984 in Burkina Faso umbenannt wurde. Quelle: Wikipedia
Nähere Informationen zu Sehenswürdigkeiten in Burkina Faso: Arli-Nationalpark - Bobo Dioulasso - Deux-Balés-Nationalpark - Kaboré-Tambi-Nationalpark - Ouagadougou - Tengrelasee - W-Nationalpark - Wasserfall von Banfora