Reiseinformation und Reisewarnung für Angola
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Auswärtiges Amt, letzte Änderung 29.02.2008
Aktuelle Hinweise
Für die angolanische Luftverkehrsgesellschaft TAAG besteht bis auf weiteres ein Einflugverbot in den Luftraum der Europäischen Union. Unter ihrer Flugnummer (IATA-Kürzel DT) werden allerdings Charterflüge durch andere Gesellschaften durchgeführt.
Risiko für Cholera und Poliomyelitis
Nach Beginn der Regenzeit steigen die Fallzahlen für Cholera regional erneut an. Am stärksten betroffen sind wiederum die hygienisch schlecht versorgten Viertel der Hauptstadt Luanda sowie der Süden der Cunene-Provinz. Örtliche Ausbrüche wurden auch aus den Provinzen Benguela (SW) und Kwanza Sul (W-zentral) gemeldet.
Poliomyelitis (sog. Kinderlähmung) zirkuliert nach einer Pause von 4 Jahren durch Re-Import erneut im Lande, und zwar 2007 mit 10 nachgewiesenen paralytischen Erkrankungen. Von einer Dunkelziffer ist auszugehen. Bei Reisen nach Angola sollte ein sicherer Impfschutz bestehen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Der Bürgerkrieg in Angola ist beendet. Dennoch wirken in vielen Provinzen die Folgen des langjährigen Krieges (z.B. Minenfelder!) nach.
Nach den in der Vergangenheit geschehenen Auseinandersetzungen zwischen Armee und Separatisten im Inneren der angolanischen Exklavenprovinz Cabinda haben die Regierungskräfte die Kontrolle über das Gebiet. Dennoch wird angesichts der Aktivitäten separatistischer Gruppen vor Reisen in das Landesinnere der Provinz Cabinda gewarnt. Von dieser Warnung ausgenommen sind Flugreisen in die Provinzhauptstadt Cabinda, bei denen jedoch auch zu Vorsicht geraten wird.
Reisen über LandBei Reisen in die Diamantengebiete (besonders Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul) wird zu Vorsicht geraten. Diese Reisen sollten nicht auf eigene Faust unternommen werden.
Inlandsflüge und Eisenbahnfahrten sind angesichts unregelmäßiger Wartung mit Risiken verbunden. Überlandfahrten mit dem PKW sind auf immer mehr Strecken möglich, wegen des oft schlechten Straßenzustands aber mühsam, langwierig und teilweise wegen der Minengefahr gefährlich. Vor Fahrtantritt sollten Erkundigungen bei Ortskundigen eingeholt und die Geländegängigkeit des Fahrzeugs überprüft werden. Außerdem sollten Fahrten nur im Konvoi (mindestens zwei Fahrzeuge) vorgenommen werden.
Vor Antritt von Reisen nach Angola und innerhalb des Landes wird eine Kontaktaufnahme mit der Botschaft in Luanda empfohlen.
Kriminalität
Gewaltkriminalität und bewaffnete Überfälle nehmen zu, auch in Luanda. Ausländische Reisende, bei denen Geld vermutet wird, sind auch in Luanda bevorzugtes Ziel von Diebstählen und Raubüberfällen. Mobiltelefone sind ein bevorzugtes Objekt bei Diebstählen.Vorsicht beim Telefonieren auf der Straße.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen in Angola sind mit Sicherheitsrisiken verbunden.
Der jahrzehntelange Krieg zwischen der Rebellenorganisation Unita und der Regierung wurde 2002 beendet. Sukzessive wird die Verkehrsinfrastruktur wieder für den Transport von Menschen und Gütern nutzbar gemacht.
Portugiesische Sprachkenntnisse sind von großem Vorteil, da nur sehr wenige Angolaner eine andere international gängige Sprache sprechen.
Hohe Temperaturen (bis zu 35°C) in den heißen Monaten Oktober bis Mai, verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit (bis zu 95%), können in Angola ohne Benutzung von Klimageräten zu Schlaflosigkeit, körperlichem Unwohlsein und erhöhter nervlicher Belastung führen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren der meisten öffentlichen Gebäude in Angola ist verboten. Das Verbot gilt insbesondere für militärische Anlagen/Fahrzeuge/Gebäude und Soldaten, z.B. Wachposten. Bei Zuwiderhandlung ist mit Verlust des Filmes, der Fotoausrüstung oder mit Festnahme zu rechnen.