Altes Reich in Ägypten



3. bis 6. Dynastie - etwa 2780 bis 2263 v.Chr.
 
Gemeinhin als die Pyramidenzeit bezeichnet, war das Alte Reich tatsächlich der klarste, großartigste Abschnitt der ägyptischen Geschichte. Die 3. Dynastie begann mit König Djoser und seinem Oberbaumeister, Hohenpriester von Heliopolis, Wesir und Arzt Imhotep, die in Ägypten die Steinarchitektur einführten, um so dem Machtanspruch des absoluten Königtums ewige Dauer zu bezeugen Vermutlich konnte Djoser seine Herrschaft bis in den Bereich der Stromschnellen von Assuan ausdehnen Sein Nachfolger war Sechem-chet. Er versuchte sich in einer Kopie der Stufenmastaba, ohne sie allerdings zu Ende führen zu können. Den Abschluss der Dynastie bildete König Huni, möglicherweise der erste Bauherr der Payramide von Medum, die sein Nachfolger und schwiegersohn Snofru dann beendete. Er gründete die 4. Dynastie. Beachtlicherweise stand auch hier, wie am Beginn der 3. Dynastie und später noch mehrmals, eine Frau als verbindendes wichtiges Glied zwischen den beiden Dynastien. Dieses Prinzip durchzieht die gesamte ägyptische Geschichte und besagt, dass stets die Königswürde dem Gatten der Königstochter zustand - offenbar geht dies auf tiefgründige mutterrechtliche Sippenordnungen aus dem archaischen Bauerntum zurück. In der mutterrechtlichen Ordnung liegt auch eine Begründung für Geschwisterehen in den Königsfamilien und für das Bestreben, umstrittenen Thronansprüche durch die Heirat mit einer Prinzessin zu legitimieren.


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