Sambesi



Der Sambesi (auch Zambezi oder Zambesi) ist der viertlängste Fluss in Afrika und der größte afrikanische Fluss, der in den Indischen Ozean fließt. Das Einzugsgebiet umfasst 1.332.574 qkm, was etwa der Hälfte des Nils entspricht.

Seine Quelle liegt auf der Lundaschwelle in Sambia an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und Angola, und er ist insgesamt 2.574 km lang. Er fließt durch Angola, Sambia und Mosambik, wo er in einem 880 km² großen Delta in den Indischen Ozean mündet. Er bildet auch teilweise die Grenze von Sambia und Namibia, sowie Sambia und Simbabwe, wo er auf Höhe der Städte Livingstone (Sambia) und Victoria Falls (Simbabwe) den mächtigsten Wasserfall Afrikas, die Viktoriafälle, bildet und dort etwa 110 m in die Tiefe fällt. Weitere Wasserfälle sind die Chavumafälle an der Grenze zwischen Sambia und Angola und die Ngonyefälle, die sich nahe Sioma im Westen Sambias befinden. Der Sambesi wird über die gesamte Flusslänge von lediglich fünf Brücken überspannt: nahe der Orte Chinyingi (nur für Fußgänger), Katima Mulilo/Sesheke (Zambezibrücke), Victoria Falls, Chirundu und Tete. Über die Kariba-Talsperre führt eine weitere Straße über den Strom. Bei Kanyemba soll seit 2006 eine Pontonbrücke liegen.

Die großen Wasserkraftwerke der Kariba- und Cabora-Bassa-Talsperre versorgen sogar die Republik Südafrika mit Elektrizität. Der Sambesi ist im Unterlauf ab Tete schiffbar.

Die zahlreichen Schlucht- und Kataraktstrecken bedingen, dass er für die Schiffahrt nur streckenweise Bedeutung hat. Um so wichtiger ist seine Funktion für die Energiegewinnung, liegen doch zwei der größten Stauseen und Kraftwerksanlagen Afrikas an diesem Strom, der Karibasee an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia sowie der Cabora Bassasee in Mosambik.

Auch für die regionale Fischerei und den Tourismus hat der Strom eine erhebliche Bedeutung, insbesondere die Viktoriafälle und der Karibasee.



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