2 Jahre Afrika - Landkarte und Route



Landkarte AfrikaMein Fokus liegt auf Begegnungen mit Menschen. Ich will erfahren, wie ihr Leben hinter der Postkartenidylle oder medialen Katastrophenszenarien aussieht.
Dafür nehme ich große Anstrengungen in Kauf. Auf meiner TransAfrika ist es oft nur mit Geländewagen oder Booten möglich, unzugängliche Regionen zu erreichen, in denen uralte Kulturen wie marokkanische Berber, namibische Bushmen, ruandische Pygmäen oder die Tellerlippen tragenden Mursi in Äthiopien leben. Doch nur so kann ich abseits der gängigen Klischees auf eine unglaubliche Vielfalt von Völkern in einer Welt voll schroffer Schönheit treffen.

Die Faszination dieses Kontinents liegt in den extremen Kontrasten: das Afrika der maurischen Nomaden existiert unmittelbar neben dem Afrika der orthodoxen Christen in Äthiopien neben dem Afrika der letzten Jäger und Sammler in Namibia.
Abseits der touristischen Highlights gibt es ein fast unbekanntes, abenteuerliches Afrika zu entdecken. Meine einfühlsamen Bilder portraitieren die Menschen Afrikas, berichten von ihrem Leben und erzählen ihre ungewöhnlichen Geschichten.

In Mauretanien erlebe ich die surreale Show der Rallye Paris-Dakar hautnah m/voelker-iit bevor ich mit maurischen Nomaden in die Wüste ziehe und ihr harsches Leben in der lebensfeindlichen Sahara kennenlerne. Mit gambischen Fischern fahre ich zum nächtlichen Fischfang auf den Atlantik hinaus – und muss erfahren, dass ich nicht seefest bin...
ich wandere zusammen mit Berbern durch das mythische Atlas-Gebirge und mache in Mali Bekanntschaft mit den sagenumwobenen Dogon, einem Volk, das zurückgezogen auf einem Felsplateau lebt und sich bis heute nicht zum Islam bekehren lässt.
In Namibia treffe ich auf die letzten Nomaden im Kaokoveld, die Himba, und verbringe viele Tage zusammen mit einer der letzten ursprünglich lebenden Bushmen-Gruppen im südlichen Afrika.
Pygmäen aus Ruanda erzählen mir, warum sie angeblich zum Schutz der Berggorillas aus dem Nationalpark ausgesiedelt worden sind und nun abseits des Regenwaldes keinen lebenswerten Platz mehr finden.
In Äthiopien mache ich Bekanntschaft mit Kalaschnikov-tragenden Völkern und orthodox-christlichen Priestern in vergessenen Kultstätten bevor ich in Ägypten feststelle, dass moderne Nomaden kaum noch Verwendung für Kamele haben...

Remo Nemitz