Trans-Afrika: Blog

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2. Februar 2008

Rebellenangriff auf Präsidentenpalast im Tschad

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 14:10

Das französische Militär im Tschad sowie das deutsche Auswärtige Amt berichten von einer Rebellenarmee, die in die Hauptstadt, des Tschad, N’Djamena, eingetrungen ist. Frankreich und die USA bereiten ihre Staatsbürger im Tschad auf eine Ausreise vor.

“Seit Tagen marschieren sie in Richtung N’Djamena - heute sind die Rebellen nach Berichten des französischen Militärs in die tschadische Hauptstadt vorgedrungen. Ein Sprecher der französischen Armee erklärte, es sei in der Hauptstadt zu Zusammenstößen zwischen Rebellen und Regierungstruppen des Tschad gekommen. Etwa 1.000 bis 1.500 Aufständische hätten N’Djamena erreicht und zögen auf den Präsidentenpalast zu.

Zuvor hatte der Radiosender RFI berichtet, Augenzeugen hätten die Milizen im Osten und Süden der Stadt sowie am Parlamentssitz gesehen. Den Berichten zufolge waren Schüsse aus automatischen Waffen zu hören gewesen. Präsident Idriss Déby halte sich weiterhin in N’Djamena auf. “Die Rebellen sind am gewinnen”, schrieb eine ausländische Augenzeugin Berichten zufolge in einer einer E-Mail, die sie vom Gebäude einer westlichen Botschaft aus verschickte. Die Rebellen wollen nach eigener Aussage über eine Regierungsbeteiligung reden.”

Mehr im Spiegel

21. Dezember 2007

China repariert Kongo

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 17:56

Am 17. September unterzeichneten China und die Demokratische Republik Kongo einen Vertrag zum Ausbau des Bergbaus und der Infrastruktur in der zentralafrikanischen DR Kongo.

Die Einzelheiten wurden lange Zeit geheimgehalten, der Vertrag liegt jetzt jedoch der taz vor:

Investitionen in Bergbau und Infrastruktur in Höhe des Bruttosozialprodukts des betroffenen Landes - wer so ein Geschäft macht, muss große Interessen verfolgen. Genau dies ist der Inhalt einer Vereinbarung zwischen China und der Demokratischen Republik Kongo, deren Einzelheiten jetzt bekannt werden. Es ist Chinas größtes Afrikageschäft und die kompletteste Auslieferung des Kongo an einen ausländischen Investitionspartner seit der Kolonialzeit. Seit Monaten rätselt alle Welt über den genauen Inhalt dieses Vertrages, der am 17. September in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa unterzeichnet wurde und seither geheim gehalten wird. Nun liegt der Vertrag der taz vor.

Das “Memorandum Of Understanding” wurde zwischen Kongos Infrastrukturminister Pierre Lumbi für die kongolesische Regierung und dem Chef der chinesischen Railway Engineering Corporation (CREC), Li Changjin, in Vertretung einer chinesischen Firmengruppe unterzeichnet. Es sieht unmittelbar vor, dass China drei Milliarden Dollar in Kongos Bergbau investiert und China dafür Kongos Infrastruktur wieder aufbaut. Die drei genannten chinesischen Firmen haben bereits im August 2007 Einzelverträge mit Kongos Regierung darüber unterzeichnet; der neue Vertrag präzisiert, dass “die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen dieses Abkommens über Minenkonzessionen gesichert wird, die dem Joint Venture von der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung gestellt werden”.

Lesen Sie mehr in der taz.

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