Trans-Afrika: Blog

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21. Oktober 2007

Unruhen in Kongo-Kinshasa

Abgelegt unter: Allgemein, Politik, Völker — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 15:56

Am Samstagmorgen kam es in Nordost-Kongo an der Grenze zwischen Uganda und Kongo-Kinshasa erneut zu Kämpfen zwischen Hutu-Rebellen und Tutsi (Mai Mai-Milizen) unter der Führung von General Nkunda. Tausende Menschen flohen in Panik.
Nkunda hat seit ca. zwei Monaten die kongolesische Provinz Nord-Kivu unter Kontrolle. Er ist einer der Kommandeure im Osten Kongos, die sich weigern, Befehle aus Kinshasa anzunehmen und wird verdächtigt, mit Ruanda zusammenzuarbeiten. Er wird von der UN als gefährlicher Terrorist eingestuft und mit Internationalem Haftbefehl gesucht. Laut eigener Aussage will Nkunda Angehörige der Tutsi vor den Hutu (die nach dem Bürgerkrieg in Ruanda in den Kongo geflohen sind) schützen. Er beschuldigt die kongolesische Armee, zusammen mit den Hutu Anschläge auf ihn verübt zu haben. In den letzten Monaten flammten immer wieder Kämpfe zwischen Hutu und Tutsi auf.

Quelle: u.a. heute.de

16. Oktober 2007

Ruanda wird endlich gerettet - Paris Hilton hilft!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 15:36

In den letzten Jahrzehnten kam Ruanda nur einmal in das Bewusstsein der westlichen Welt: als Am 6. April 1994 das Flugzeug des damaligen Präsidenten Ruandas, Juvenal Habyarimana, beim Anflug in der Hauptstadt Kigali abgeschossen wurde brach im Land ein unbeschreiblicher Genozid zwischen Hutu und Tutsi aus. Als der Völkermord an den Tutsi im Juni 1994 beendet werden konnte, hatten zwischen 500.000 und eine Million Menschen ihr Leben gelassen.

Erstaunlich war, dass Ruanda sich nach diesem traumatischem Erlebnis wieder stabilisierte. Seit 1995 gibt es in Arusha, Tansania einen Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda, der diesen Völkermord untersucht und bereits einige Beschuldigte verurteilte. Dieses Tribunal hatt jedoch nur die Aufgabe, die Planer des Genozids zu verurteilen. Für Prozesse gegen die Hunderttausenden von Normalbürgern wurde ein ungewöhnlicher Weg beschritten: Ruanda entschied sich 1999 für die traditionelle Dorfgerichtsbarkeit, den sogenannten Gacaca-Gerichte.

Der Genozid bestimmt bis heute das Bild, das der Westen von Ruanda hat: gefährlich, zerstört, eines der dunklen Herzen Afrikas. Aber dies soll sich ändern: Paris Hilton naht zur Rettung des zentralafrikanischen Landes!

Nach ihrem Gefängnisaufenthalt versprach sie, sich mehr für karitative Zwecke einzusetzen, Ruanda ist scheinbar eines ihrer ersten Opfer. Für November hat Hilton sich im Land angekündigt, mit ihrem Besuch will sie auf die Notlage der Menschen in Ruanda aufmerksam machen. In Vanity Fair sagt sie dazu:

“Es gibt so viel Not in dieser Gegend, und ich glaube, wenn ich dorthin gehe, wird das den Menschen klar machen, was sie tun können, um zu helfen”.

Ob Ruanda Leute wie Paris Hilton braucht?

David Letterman redet mal Klartext mit Paris Hilton

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