Bild des Tages: Marokko

Marokko
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Zwischen dem 22. Februar und 23. März 2003 wurden in der algerischen Sahara 6 Touristengruppen entführt (32 Personen, davon 16 Deutsche, 10 Österreicher, 4 Schweizer, ein Schwede und ein Niederländer).
17 der Geiseln wurden Mitte Mai vom algerischen Militär befreit, die restlichen Geiseln wurden am 18. August nach Verhandlungen freigelassen. Eine der deutschen Geiseln starb während der Geiselhaft.
Ingo Bleckmann, eine der damaligen Geiseln, gab im Echo ein Interview zu dieser Zeit in Gefangenschaft:
“Bereits über eine Woche ist die Reisegruppe von acht Österreichern in der algerischen Wüste unterwegs. Ein Sandsturm lässt die Geländewagen nur langsam vorwärts kommen. Es ist heiß, sehr heiß. Der feine Sand kriecht durch die geschlossenen Fenster, die Tücher vorm Gesicht helfen kaum. Es ist, als ob die Sandkörner bis in die Lunge kriechen würden, fast glaubt man, daran zu ersticken. Der Sand ist überall, kaum zwei Meter beträgt die Sicht. Plötzlich taucht aus dem undurchdringlichen Sandsturm ein Auto auf. Ein Wagen mit deutschem Kennzeichen, Sandbleche dran, vollkommen harmlos aussehend, wie alle Touristenautos in der Wüste. Die Spiegelung der Luft lässt die Windschutzscheiben reflektieren, niemand sieht, was sich dahinter verbirgt. „Sonst wären wir damals vielleicht nicht ausgestiegen“, meint Ingo Bleckmann heute. Damals, das war der 23. März 2003, der Tag als Ingo Bleckmann und seine Sahara-Freunde in die Gewalt von Geiselnehmern geraten. „Wir wollten die vermeintlichen Touristen fragen, ob der Sandsturm in der Richtung, aus der sie kommen, auch so arg wäre. Als wir alle versammelt um das Auto standen, sprangen die Türen auf. Die bärtigen, in zerlumpten Gewändern und mit Kalaschnikows bewaffneten Gestalten haben uns vor Schreck erstarren lassen,“ schildert Bleckmann die dramatische Situation der Entführung.”
Die Welt berichtet heute über Reisemöglichkeiten im Nord-Sudan, speziell zu den Pyramidenfeldern von Meroe, der Hauptstadt des Reiches Kusch (etwa 300 v.Chr. bis 400 n. Chr.).
Im Gegensatz zur Bürgerkriegsregion Darfur und auch dem südlichen Regionen des Sudan ist Reisen im Norden Sudans gefahrlos möglich, selbst das Auswärtige Amt warnt nicht vor Reisen im Nordsudan. Etwas großspurig wird angekündigt, dass der Reporter Fabian von Poser eine der ersten Besucher im Nordsudan ist - dies ist natürlich Unsinn. Reisenden auf dem Weg zwischen Ägypten und Ostafrika blieb nie etwas anderes übrig, als durch den Sudan zu reisen, gefährlich war die Transsitstrecke zwischen Wadi Halfa und Khartoum nie - aber mit diesem Zusatz wirkt es etwas abenteuerlicher;-)
Am Sonntag wurde 172 Passagieren eines Fluges von Air Méditerranée sowie einem Großteil der Passagiere von Swiss nach der LAndung in Tripolis die Einreise nach Libyen verweigert. Der Grund: am Sonntag wurden die Einreisebestimmungen für Libyen unangekündigt geändert, aktuell ist die Einreise nach Libyen nur mit einer beglaubigten arabischen Übersetzung des Reisepasses möglich.
Beide Flugzeuge mussten mit den Passagieren ohne Übersetzungsdokumente zum Abflughafen zurückkehren.
Auch die Ausreise ist ohne Übersetzung des Reisepasses nicht mehr möglich.
Quelle: NZZ
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