Unruhen in Kongo-Kinshasa
Am Samstagmorgen kam es in Nordost-Kongo an der Grenze zwischen Uganda und Kongo-Kinshasa erneut zu Kämpfen zwischen Hutu-Rebellen und Tutsi (Mai Mai-Milizen) unter der Führung von General Nkunda. Tausende Menschen flohen in Panik.
Nkunda hat seit ca. zwei Monaten die kongolesische Provinz Nord-Kivu unter Kontrolle. Er ist einer der Kommandeure im Osten Kongos, die sich weigern, Befehle aus Kinshasa anzunehmen und wird verdächtigt, mit Ruanda zusammenzuarbeiten. Er wird von der UN als gefährlicher Terrorist eingestuft und mit Internationalem Haftbefehl gesucht. Laut eigener Aussage will Nkunda Angehörige der Tutsi vor den Hutu (die nach dem Bürgerkrieg in Ruanda in den Kongo geflohen sind) schützen. Er beschuldigt die kongolesische Armee, zusammen mit den Hutu Anschläge auf ihn verübt zu haben. In den letzten Monaten flammten immer wieder Kämpfe zwischen Hutu und Tutsi auf.
Quelle: u.a. heute.de