Trans-Afrika: Blog

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21. Dezember 2007

China repariert Kongo

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 17:56

Am 17. September unterzeichneten China und die Demokratische Republik Kongo einen Vertrag zum Ausbau des Bergbaus und der Infrastruktur in der zentralafrikanischen DR Kongo.

Die Einzelheiten wurden lange Zeit geheimgehalten, der Vertrag liegt jetzt jedoch der taz vor:

Investitionen in Bergbau und Infrastruktur in Höhe des Bruttosozialprodukts des betroffenen Landes - wer so ein Geschäft macht, muss große Interessen verfolgen. Genau dies ist der Inhalt einer Vereinbarung zwischen China und der Demokratischen Republik Kongo, deren Einzelheiten jetzt bekannt werden. Es ist Chinas größtes Afrikageschäft und die kompletteste Auslieferung des Kongo an einen ausländischen Investitionspartner seit der Kolonialzeit. Seit Monaten rätselt alle Welt über den genauen Inhalt dieses Vertrages, der am 17. September in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa unterzeichnet wurde und seither geheim gehalten wird. Nun liegt der Vertrag der taz vor.

Das “Memorandum Of Understanding” wurde zwischen Kongos Infrastrukturminister Pierre Lumbi für die kongolesische Regierung und dem Chef der chinesischen Railway Engineering Corporation (CREC), Li Changjin, in Vertretung einer chinesischen Firmengruppe unterzeichnet. Es sieht unmittelbar vor, dass China drei Milliarden Dollar in Kongos Bergbau investiert und China dafür Kongos Infrastruktur wieder aufbaut. Die drei genannten chinesischen Firmen haben bereits im August 2007 Einzelverträge mit Kongos Regierung darüber unterzeichnet; der neue Vertrag präzisiert, dass “die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen dieses Abkommens über Minenkonzessionen gesichert wird, die dem Joint Venture von der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung gestellt werden”.

Lesen Sie mehr in der taz.

21. Oktober 2007

Unruhen in Kongo-Kinshasa

Abgelegt unter: Allgemein, Politik, Völker — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 15:56

Am Samstagmorgen kam es in Nordost-Kongo an der Grenze zwischen Uganda und Kongo-Kinshasa erneut zu Kämpfen zwischen Hutu-Rebellen und Tutsi (Mai Mai-Milizen) unter der Führung von General Nkunda. Tausende Menschen flohen in Panik.
Nkunda hat seit ca. zwei Monaten die kongolesische Provinz Nord-Kivu unter Kontrolle. Er ist einer der Kommandeure im Osten Kongos, die sich weigern, Befehle aus Kinshasa anzunehmen und wird verdächtigt, mit Ruanda zusammenzuarbeiten. Er wird von der UN als gefährlicher Terrorist eingestuft und mit Internationalem Haftbefehl gesucht. Laut eigener Aussage will Nkunda Angehörige der Tutsi vor den Hutu (die nach dem Bürgerkrieg in Ruanda in den Kongo geflohen sind) schützen. Er beschuldigt die kongolesische Armee, zusammen mit den Hutu Anschläge auf ihn verübt zu haben. In den letzten Monaten flammten immer wieder Kämpfe zwischen Hutu und Tutsi auf.

Quelle: u.a. heute.de

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