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17. Oktober 2007

Bob Denard - berüchtigster Söldner Frankreichs gestorben

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 19:34

Bob Denard, der berüchtigte Leiter von zahlreichen Militärinterventionen und Umstürzen in Afrika, ist gestorben. Er wurde über lange Zeit als bewaffneter Arm der französischen Geheimdienste eingestetzt.

Denard war Soldat im französischen Krieg gegen Indochina und Algerien und Kolonialpolizist in Marokko. In den 60er Jahren machte sich Denard als Söldner selbständig. Sein Haupteinsatzgebiet waren die Schauplätze des Kalten Krieges. Er war an zahlreichen Putschversuchen und Bürgerkriegen vor allem in Afrika beteiligt (u.a. Biafra, Gabun, Angola, Zaire, Simbabwe, Benin). Für den französischen Geheimdienst waren die Einsätze von Denard eine gute Möglichkeit, ohne völkerrechtliche Verwicklungen auf ehemalige Kolonien einzuwirken.

Auf den Komoren war Denard an vier von 19 Putschversuchen beteiligt. 1975 entmachtete er in einem Putsch den Präsidenten Ahmed Abdallah und brachte ihn 1978 durch einen weiteren Putsch mit ganzen 50 Söldnern wieder an die Macht. 30 der beteiligten Söldner bildeten mit Denard die Präsidentengarde des Präsidenten Ahmed Abdallah. Denard nahm die komorische Staatsbürgerschaft an, kontrollierte die Wirtschaft der Komoren und wurde als inoffizieller König der Komoren angesehen. 90 Prozent der Staatseinnahmen gingen an Denard und seine Leute.

1991 verlor Denard die Unterstützung des französischen Geheimdienstes, 1993 wurde er wegen seiner Beteiligung am Putsch des Jahres 1977 zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

1995 unternahm er noch einen weiteren Putschversuch auf den Komoren, scheiterte jedoch, wurde erneut festgenommen und 2007 zu 4 Jahren Haft (drei davon auf Bewährung) verurteilt.

Am 13. Oktober 2007 starb Denard in Südfrankreich an Alzheimer.

Quelle: wikipedia

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