Trans-Afrika: Blog

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10. Januar 2008

Kenia Unruhen

Abgelegt unter: Kenia, Politik — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 16:06

Laut dem Magazin Spiegel wurden für Kenia 90 Prozent aller Buchungen im Tourismussektor aufgrund der Unruhen in den letzten Tagen storniert: Der gewalttätige Konflikt in Kenia hat dramatische Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Nur wenige Touristen reisen noch in das Land der Safaris und Traumstrände. Hotels müssen schließen, Tausende verlieren ihre Jobs.

“Der Tourismus ist tot”, sagte Tasneem Adamiji, Vorsitzende des Verbands kenianischer Reiseveranstalter zum britischen Sender BBC. “Die Küste ist abhängig von den Charterflügen mit Touristen”, in dieser Woche seien rund 85 Prozent der Sitze leer gewesen. Die blutigen Unruhen nach der umstrittenen Wahl am 27. Dezember sind für den Tourismus Kenias eine Katastrophe.

Lesen Sie mehr im Spiegel.

8. Dezember 2007

Größte Kobra der Welt in Kenia entdeckt

Abgelegt unter: Allgemein, Kenia — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 17:38

Sie wird knapp drei Meter lang und hat in einem Biss genug Gift, um 15 bis 20 Menschen zu töten: Forscher haben in Kenia die weltweit größte Speikobra entdeckt und als bislang unbekannte Art eingetragen.

Dank der genaueren Klassifizierung könnten Bisse dieser Schlangenart künftig besser behandelt werden, teilte die Naturschutzorganisation Wildlife Direct am Freitag mit. Die neue Art wurde Naja ashei getauft, zu Ehren von James Ashe, dem Gründer einer Schlangenfarm in Watamu an der kenianischen Küste, der sich seit Jahren für die Erforschung der Kobraarten der Region eingesetzt hatte.

Mehr lesen sie hier: Frankfurter Neue Presse

Heuschreckenplage in Kenia

Abgelegt unter: Allgemein, Kenia — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 17:34

Wie kenianische Behörden in Nairobi am Freitag mitteilten, wird der trockene Nordosten von Kenia das erste Mal seit 45 Jahren von einer ernsthaften Heuschreckenplage heimgesucht . Im Jahr 2004 wurden große Teile der Ernte in Westafrika vernichtet woraufhin eine Hungersnot ausbrach. Laut Aussage des kenianischen Landwirtschaftsministerium wurden Flugstaffeln ausgesandt, um Pestizide aus der Luft zu versprühen. Der sandige Boden der betroffenen Region gilt jedoch als idealer Eier-Ablageplatz für die Heuschrecken. Die Heuschreckenschwärme kommen wahrscheinlich aus Jemen über Äthiopien und Somalia nach Kenia.

6. Dezember 2007

Romantik im Kenia-Urlaub?

Abgelegt unter: Allgemein, Kenia — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 18:03

 

Für einige deutsche Urlauberinnen bedeutet Urlaub in Kenia Romantik, Zärtlichkeit und vielleicht auch Sex - mit den einheimischen Lovern. Doch das käufliche Tête-à-tête entpuppt sich für die meisten nur als große Illusion.

Zu Hause sinken die Temperaturen, Zeit, in einen Ferienflieger zu steigen. Zum Beispiel nach Bamburi Beach an der Nordküste von Mombasa. Sanft wiegen sich hier die Palmen im Wind, und federnden Schrittes laufen hier auch einige gut gebaute Männer durch den Sandstrand. Manche spielen einfach Fußball. Andere verkaufen Kokosnüsse und wieder andere sich selbst.

Typen wie John. Eben stand er noch händchenhaltend mit einer Urlauberin in der warmen Brandung. Schwarz und Weiß, Mann und Frau, Hand in Hand. Hier so weit nichts Besonderes, aber John ist nicht nur einen Kopf kleiner als seine deutsche Geliebte, er wiegt auch weit weniger und ist nicht mal halb so alt wie sie: 24. Jetzt braucht er erst mal ein kaltes Bier.

Weiße Frauen zwischen 50 und 70 auf der Suche nach Romantik

Der Barkeeper weiß ganz genau, womit John sein Geld verdient. Aber das stört ihn nicht, sorgt der doch an der Bar für Umsatz. Für John ist es Routine. Wie andere im Büro geht er seiner Arbeit am Strand nach. Und die Urlauberin will im Grunde gar nicht wissen, weshalb John so zärtlich ihre Hand hält. (Nämlich, weil er seine eigene Frau und Kinder unterhalten muss.) Und kann man es den Rentnerinnen und Witwen verdenken, wenn sie ihre Einsamkeit vor der Mattscheibe im kalten Deutschland mit der Zweisamkeit bei Reggaemusik mit einem Afrikaner eintauschen? Vor allem wenn die im exotischen Massai-Dress am Strand auftauchen - schwer mit Perlen und Federn herausgeputzt, statt in der Massai Mara ihr Vieh hütend, lieber in Mombasa weißen Frauen nachjagend.

Offiziell gelten Leute wie John Mutua allerdings nicht gerade als Aushängeschild vom Urlaubsparadies Kenia. Tatsächlich sind sie stets auf der Flucht vor der Touristenpolizei. Und bieten doch eine der Attraktionen. Jedenfalls für weiße Frauen von 50 bis 70, die den deutschen Alltag gerne für ein paar Wochen in Kenia eintauschen - auf der Suche nach Sonne, Strand und mehr: gar nicht mal nur Sex, sondern Herzenswärme, Zärtlichkeit und Romantik.

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