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11. Oktober 2007

Afrika: Kriegskosten genauso hoch wie Entwicklungshilfe

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , , , — Remo Nemitz @ 19:48

Laut einer Studie von Oxfam International, IANSA und Saferworld (gesamte Studie im pdf-Format, 428 KB, englisch) hat der afrikanische Kontinent durch Kriege und Bürgerkriege im Zeitraum von 1990 bis 2005 etwa 284 Milliarden US-Dollar verloren. Diese Zahl setzt sich aus Rüstungsausgaben, zerstörter Infrastruktur und Folgekosten wie erhöhter Inflation, Verschuldung und Anstieg der Arbeitslosigkeit zusammen. Dies entspricht etwa der gesamten Entwicklungshilfe, die Afrika in diesem Zeitraum erhalten hat.

Ist Afrika, unfähig, sich selbst zu regieren? Sicherlich gibt es mehr als genug Negativ-Beispiele von unfähigen und korrupten Herrschenden. Doch eines wird oft übersehen und diese Studie zeigt dies sehr deutlich: zahlreiche Konflikte werden von außen hereingetragen oder geschürt.
Ellen Johnson-Sirleaf, Die Präsidentin von Liberia, weist darauf hin, dass Gewalt durch Waffenimporte oft erst möglich gemacht und angeheizt wird. „Die am häufigsten in afrikanischen Konflikten benutzten Waffen sind Kalaschnikow-Sturmgewehre. Die Mehrzahl dieser Waffen und der Munition, etwa 95 Prozent, kommen von außerhalb Afrikas.“

Ein übliches “Geschäftskonzept” ist, dass Interessenten ausserhalb Afrikas Waffen für Rohstoffe liefern. Blut-Diamanten, Öl und andere begehrte Rohstoffe werden so erworben.

Irungu Houghton von Oxfam fordert daher, dass “den Konfliktparteien in Krisengebieten […] der Zugang zu Schusswaffen und Munition erheblich erschwert werden [muss]“.

Die globalen Geschäfte mit Waffen und Kleinwaffen müssen endlich reguliert werden - die Schäden sind zu groß!

Kalashnikov in Afrika

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